Meghan Markle und Prinz Harry: Hat Meghan überhaupt noch Zeit für ein Baby?

Warum bekommen Promi-Damen häufig Zwillinge und warum würde Meghan Markle schon als Risikoschwangere gelten? Zwei Gynäkologinnen klären auf.

Die Briten wetten schon auf das nächste Royal Baby. Bild: imago/i Images/spot on news

Am 19. Mai heiratet die US-Schauspielerin Meghan Markle (36) ihren Verlobten Prinz Harry (33). Davor dürfen sich die Briten wohl noch auf einen anderen Neuzugang bei den Royals freuen: Nach Prinz George (4) und Prinzessin Charlotte (2) steht die Geburt des dritten Kindes von Herzogin Kate (36) und Prinz William (35) an. Wird Harry aber nicht nur Onkel, sondern auch bald selbst Vater? Erst vor wenigen Tagen sorgte ein Kommentar seiner Verlobten für Spekulationen.

Meghan Markle wünscht sich ein Baby

Bei ihrer Irland-Visite besuchten Meghan und Harry eine Firma, die Babyprodukte verkauft. "Ich bin mir sicher, irgendwann brauchen wir das alles", soll Markle laut Medienberichten zu Prinz Harry gesagt haben. Die wettfreudigen Briten setzen natürlich auch auf ein mögliches weiteres Royal-Baby. Während einige darauf wetten, dass Markle schon schwanger ist, setzen die meisten Fans offenbar derzeit darauf, dass das Paar 2019 die Schwangerschaft verkündet.

Kann die Verlobte von Prinz Harry überhaupt noch schwanger werden?

Am 4. August wird Meghan Markle 37 Jahre alt. Ab 35 Jahren spricht man bei Erstgebärenden von einer Risikoschwangerschaft, erklären die zwei Gynäkologinnen Anne-Sophie Fleckenstein und Antje Mainka in ihrem Ratgeber "Endlich schwanger! Alles über den Kinderwunsch und die Empfängnis" (Gräfe und Unzer). Was gilt es für Frauen über 35 zu beachten, wenn sie schwanger werden wollen? "Zunächst sollte beachtet werden, dass die Chance schwanger zu werden abnimmt", sagen die Expertinnen im Interview mit spot on news. "Daher sollte man mit zunehmendem Alter eher zügiger versuchen, schwanger zu werden."

"Je älter man wird, desto höher ist leider auch das Risiko, Abgänge von Schwangerschaften, also Fehlgeburten, zu erleiden", erklären die Ärztinnen. "Außerdem steigen die Risiken für weitere Krankheiten, die eine Schwangerschaft verkomplizieren können. Man spricht auch daher von Risikoschwangerschaften."

Anne-Sophie Fleckenstein und Antje Mainka klären auf: Darum bekommen so viele Promis Zwillinge?

In dem Buch sprechen die beiden auch darüber, dass durch Promi-Frauen, die in höherem Alter noch Kinder bekommen, ein falscher Eindruck über das gebärfähige Alter entstehe. Erstaunt es die Ärztinnen, wie sehr sich Frauen in dieser Hinsicht verschätzen? "Ja, das tut es. Viele Frauen schätzen die Zeitspanne ihrer Fruchtbarkeit und damit die Möglichkeit schwanger zu werden, völlig falsch ein. Das fruchtbare Alter nimmt mit 30 Jahren bereits ab. Danach geht die Kurve steil nach unten. Das wird vollkommen unterschätzt. Über 40 ist es dann oftmals schwieriger mit dem Schwangerwerden, ob mit oder ohne medizinische Unterstützung."

Anna Kurnikowa, Beyoncé, Charlène von Monaco, Angelina Jolie, Jennifer Lopez oder Mariah Carey: Viele Promi-Damen scheinen Zwillinge zu bekommen. "Die Gründe für Zwillinge sind vielfältig und sicherlich nicht nur in der Promiwelt zu finden", erklären die beiden Autorinnen. "Genetische Aspekte, ein höheres Alter beim Schwangerwerden, hormonelle Unterstützung spielen genauso eine Rolle wie eine Kinderwunschbehandlung. Heutzutage planen viele Frauen ihren Nachwuchs im fortgeschrittenen Alter. Zu diesem Zeitpunkt kann die Reserve der Eizellen unter Umständen bereits verringert sein. Daher kann es sein, dass diese Frauen vielfach eine unterstützende medizinische Behandlung benötigen. Bei einer Kinderwunschbehandlung kann es schon mal zu Zwillingen kommen."

Stellung beim Geschlechtsverkehr spielt keine Rolle

Dr. Anne-Sophie Fleckenstein und Dr. Antje Mainka wollen in ihrem Buch "ganz allgemein" erklären, "wie das mit dem Schwangerwerden klappen kann, nicht nur was bei unerfülltem Kinderwunsch helfen kann. Das ist nur ein Teilaspekt beim Kinderwunsch". Bewogen habe die beiden "in erster Linie das erstaunlich große Unwissen zu diesem Thema. Es begegnet uns nicht nur in unserem Arbeitsalltag, sondern auch immer wieder in unserem Freundes- und Bekanntenkreis. Wir fanden es an der Zeit, ein bisschen Aufklärungsarbeit zu leisten und dieses existentielle Thema mit dem nötigen Fachwissen, aber auch mit einem kleinen Augenzwinkern zu beleuchten".

Ist Meghan Markle bei ihrem Kinderwunsch auf einen Arzt angewiesen?

Ab wann sollten Paare, bei denen es mit der Schwangerschaft nicht klappt, den Arzt um Rat fragen? "Junge gesunde Paare, bei welchen die Frau unter 35 ist, haben ganz allgemein gesagt ungefähr ein Jahr Zeit, es zu versuchen, bevor eine medizinische Abklärung sinnvoll ist. In 80 Prozent der Fälle klappt es innerhalb dieses Jahres bereits. Vorausgesetzt natürlich, Geschlechtsverkehr findet regelmäßig um den Eisprung herum statt. Bei Frauen über 35 wird zunehmend empfohlen, etwas früher den Frauenarzt aufzusuchen. Selbstverständlich ist der Arzt auch immer dann gefragt, wenn es Auffälligkeiten, Vorerkrankungen oder Unsicherheiten gibt."

Neben dem Mythos, dass Frauen bis ins allerhöchste Alter schwanger werden können, begegnet den Ärztinnen auch immer wieder eine andere Fabel rund ums Schwangerwerden: "Ein weiterer immer wiederkehrender Mythos ist die Stellung beim Geschlechtsverkehr. Entgegen vieler Überzeugungen spielt diese, um schwanger zu werden, keine Rolle."

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FOTOS: Meghan Markle Die Style-Evolution von Meghan Markle
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