Von news.de-Redakteurin Jana Koopmann - 01.09.2017, 07.00 Uhr

"Beatsteaks" im Interview: Mit "Yours" begeben sich die "Beatbuletten" auf eine neue Reise

Heute erscheint das achte Studioalbum der Berliner Band "Beatsteaks" und es wird die vielfältigste Platte der Rocker. Die Fans könnte "Yours" spalten. Wir haben den Gitarristen Peter Baumann über die neue Reise der Band gelöchert.

Auf ihrem neuen Album "Yours" wildern die "Beatsteaks" durch die Musikgenres. Bild: Paul Gärtner

Stillstand ist Rückschritt. So oder so ähnlich dürften die Beatsteaks vor zwei Jahren auch die Arbeit an einem neuen Album angegangen sein. In unzähligen Stunden ist "Yours" entstanden, das ab heute in den Plattenregalen steht. Es ist anders, als die bisherigen Alben, doch keineswegs schlechter. Gitarrist Peter Baumann hat sich tapfer unseren Fragen und kritischen Ohren gestellt.

Beatsteaks veröffentlichen mit "Yours" achtes Studioalbum

Das neue Album "Yours" ist komplett anders und experimenteller als die bisherigen Alben. Der Punk, aus dem die Beatsteaks kamen, ist kam noch herauszuhören. Die kritischen Fans würden sagen, es ist Mainstream, weil es poppiger ist als vielleicht ein "Living Target"-Album und weil es dem Trend folgt, mit befreundeten Künstlern Kollaborationen zu machen. Ja, das ist es. Aber auch die Rampensäue Beatsteaks haben doch ein Recht auf neue Wege und darauf, ganz andere neue Sachen auszuprobieren.

Kontroverse Songs dominieren "Yours"

Farin Urlaub, Peter Fox, Jamie T oder auch die französisch singenden Stereo Total haben die Beatsteaks ins Studio gebeten, um eine neue Vielfalt zu präsentieren. Zwei Songs, die sich absolut kontrovers gegenüberstehen, sind "Filthy Crime" und "Velosolex". Während ersterer von Peter Fox produziert wurde, hat man beim letzteren auf Stereo Total zurückgegriffen. Francoise Cactus singt und Brezel Göhring produziert einen Song, der ganz anders ist als Bühnenkracher wie "Hello Joe" oder "Let me in".

Beatsteaks öffnen Tür für Co-Stars

Überhaupt wurde das Album von verschiedenen Produzenten (The Krauts, Brezel Göhring, Moses Schneider)unter Dach und Fach gebracht. Auch das bisherige No-Go, einen deutschsprachigen Song zu veröffentlichen, wurde durchgesetzt. So entstand "Abbadu". "Ärzte"-Frontmann Farin Urlaub gab eine Lehrstunde und seine Stimme. Damit nicht genug, mit Deichkind zusammen, gab es den heimlichen Sommerhit "L auf der Stirn". Beatsteaks-typische Songs dürfen trotzdem nicht fehlen. Mit "Sucker Punch" oder "40 Degrees" bleiben die Berliner ihrem Sound treu.

Neues Album "Yours" von den Beatsteaks ist bunt und anders

Mit "Yours" hatten die Beatsteaks die Möglichkeit sich selber zu verwirklichen. Es gab keinen Druck von der Plattenfirma, keine Vorgaben, wie das Album zu klingen hatte. Fast scheint es, die Beatsteaks sind mit "Yours" erwachsen geworden. Doch eigentlich sind sie immer noch die Alten geblieben. Sie lieben ihren Job, egal ob im Studio oder live auf der Bühne. Die neuen Beatsteaks sind bunt, immer noch laut. Der Punk wird sicherlich immer in ihren Herzen bleiben, aber man muss einen Song wie "Let me in" ja nicht zweimal machen.

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