03.11.2016, 15.18 Uhr

"Asterix erobert Rom": Ohne "Paff" und "Bumm"! Asterix-Film erscheint als Comic-Umsetzung

Ein 40 Jahre alter Zeichentrickfilm mit Asterix und Obelix kommt erstmals als Heft heraus. Aufgepasst: Es ist kein Comic, sondern ein Bilderbuch - und ein Gruß aus dem Grab von Text-Genie René Goscinny.

Der neue Asterix-Comic erscheint ganz ohne Sprechblasen. Bild: Egmont Ehapa/dpa

Erstmals seit 1979 erscheint in Deutschland wieder eine "Asterix"-Geschichte, die sich das verstorbene Comic-Genie René Goscinny ausgedacht hat. Zeichner Albert Uderzo hat seine Skizzen für den 70er-Jahre-Zeichentrickfilm "Asterix erobert Rom" überarbeitet und gemeinsam mit Goscinnys Drehbuchszenario veröffentlicht.

"Asterix erobert Rom" erscheint als Comic ohne Sprechblasen

Was herauskam, ist jedoch kein Comic mit Sprechblasen oder exaktes Drehbuch, sondern ein Bilderbuch mit Fließtext. "Asterix erobert Rom" war im Oktober 1976 in die Kinos gekommen und gilt als erfolgreichste Verfilmung der Abenteuer des tapferen kleinen Galliers. Der Inhalt des Buches: Cäsar gibt Asterix und Obelix zwölf Prüfungen auf (wir sagen an dieser Stelle nur: "Passierschein A 38"), damit sie beweisen, dass sie so unbesiegbar wie Götter sind. Das Heft aus dem Verlag Egmont Ehapa kommt an diesem Donnerstag (03.11.2016) in den Handel.

Zum 40. Film-Jubiläum: Neuer Asterix-Comic veröffentlicht

In Frankreich ist "Asterix erobert Rom" bereits im Oktober erschienen, zum 40. Jubiläum des Films. Kein "Paff!", kein "Wlamm!", keine Bildfolgen - das hat viele Fans überrascht und spaltet in der Heimat der unbeugsamen Schnauzbarträger die Gemüter. Ein namenloser Sprechblasen-Freund mault im Netz: "Ich hatte einen traditionellen Comic erwartet. Jetzt bin ich sehr enttäuscht." Ein anderer Käufer namens Guy dagegen jubelt: "Ein ausgezeichnetes Heft." Die ungewohnte Optik einer Gute-Nacht-Geschichte macht den Band vermutlich für viele Leser eher zu einem Liebhaberstück als zu einem Must-have.

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