05.09.2016, 06.28 Uhr

Freddie Mercury wäre heute 70 Jahre alt: Das wussten Sie noch nicht über den Queen-Sänger!

Einer der größten Rockstars aller Zeiten würde heute seinen 70. Geburtstag feiern: Freddie Mercury. Nicht nur seine unsterbliche Musik, auch seine Lebensgeschichte fasziniert die Queen-Fans bis heute.

Der news.de-Nachrichtenüberblick Bild: Istockphoto

Rockmusikern wird oft etwas vorschnell der Titel einer "Legende" verliehen, doch vor 70 Jahren kam einer auf die Welt, der diese Bezeichnung wirklich verdient hat: Freddie Mercury ("Spread Your Wings") wurde zwar nur 45 Jahre alt, dennoch wird der Queen-Frontmann bis heute von Millionen Fans auf der ganzen Welt verehrt. Berühmt wurde er nicht nur als brillanter Sänger und genialer Musiker. Freddie Mercury war eine schillernde Figur voller Widersprüche und Geheimnisse, die die Menschen bis heute fasziniert. Sieben Aspekte seines außergewöhnlichen Lebens.

Freddie Mercurys Herkunft

Freddie Mercury wurde am 5. September 1946 unter seinem bürgerlichen Namen Farrokh Bulsara auf der ostafrikanischen Insel Sansibar geboren. Seine Eltern stammten aus Indien und gehörten dem Volk der Parsen an, das der uralten Religion des Zoroastrismus folgt. Vater Bomi Bulsara diente als Regierungsangestellter des britischen Empire in der damaligen Kolonie.

In den 1950er Jahren besuchte Mercury ein Internat in Indien, wo er Klavierspielen lernte, im Schülerchor sang und in seiner ersten Band performte. Im Sommer 1963 kehrte er ohne Abschluss nach Sansibar zurück, das wenig später von Großbritannien unabhängig wurde. Als Anfang 1964 eine gewalttätige Revolution ausbrach, floh seine Familie nach London, wo er seitdem lebte - und Musikgeschichte schrieb.

Queen-Sänger eigentlich schüchtern

In den an überlebensgroßen Bühnen-Persönlichkeiten alles andere als armen 1970ern war Freddie Mercury eine der explosivsten. Sieht man sich dagegen eines seiner seltenen Interviews an, begegnet einem eine ganz andere Person: Eine zurückhaltende Künstlerseele, die am liebsten nur die Musik für sich sprechen lässt.

Tatsächlich war Mercury abseits der Bühne unglaublich schüchtern, bestätigen Zeitzeugen. "Er konnte zum Beispiel kaum einen Raum mit 20 fremden Menschen betreten", erzählte etwa sein Assistent Peter Freestone einmal dem Deutschlandfunk. Auf der Bühne konnte er dagegen tausende Menschen in seinen Bann ziehen. Er selbst habe manchmal das Gefühl, aus zwei völlig verschiedenen Persönlichkeiten zu bestehen, sagte Mercury dazu.

Mary Austin: Die Frau an der Seite des homosexuellen Queen-Sängers

Bevor er sich zu seiner Homosexualität bekannte, führte Mercury jahrelang eine Beziehung mit der Londoner Verkäuferin Mary Austin (*1951). Auch als sich das Paar nach Mercurys privatem Coming-Out Mitte der 1970er trennte, blieb Austin seine wichtigste Freundin. "Alle meine Liebhaber haben mich gefragt, warum sie Mary nicht ersetzen konnten, aber das ist einfach unmöglich. Mary ist mein einziger Freund und ich will keinen anderen", sagte er einmal in einem Interview.

Als der Sänger zunehmend an den Auswirkungen seiner AIDS-Erkrankung litt, war es Austin, die sich besonders liebevoll um ihn kümmerte. Nach seinem Tod erbte sie den Großteil seines Vermögens, einige Songrechte und sein Anwesen in Kensington, wo Austin bis heute mit ihrer Familie lebt.

Freddie Mercury lebte in München und genoss Schwulenszene

Etwa von Anfang bis Mitte der 1980er Jahre wählte Mercury neben London und New York auch München als Wohnsitz. Dort konnte er unbehelligt vom britischen Medienrummel an seiner Musik arbeiten und ausgelassen in der Schwulenszene im Glockenbachviertel feiern. "Er hatte überhaupt keine Starallüren. Im Gegenteil, er war total freundlich und offenherzig", erinnerte sich Travestiekünstler Peter Ambacher im Gespräch mit "Focus Online" an Mercury, der am liebsten Schweinsbraten mit Knödeln gegessen habe.

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