Traumreise meines Lebens: Hans-Jürgen Tögel: Das bringt ihn aus der Ruhe

Hans-Jürgen Tögel macht das Filmgeschäft nun schon seit 50 Jahren unsicher. Anlässlich seines 75. Geburtstags sprach der "Schwarzwaldklinik"-Regisseur über sein schlimmstes Set-Erlebnis, und die letzte Narbe, die er sich zugezogen hat.

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Hans-Jürgen Tögel hat mit seinen 75 Jahren viel zu erzählen - und genau das tut er in "Traumreise meines Lebens" (Langen-Müller, 224 Seiten, 20 Euro). Mit der Nachrichtenagentur spot on news sprach der "Traumschiff"- und "Schwarzwaldklinik"-Regisseur über Dreharbeiten, Narben und Reiseziele. Außerdem verriet er, wie er seinen heutigen Geburtstag verbringt.

Herr Tögel, was war in den vergangenen 50 Jahren Ihr schlimmstes Set-Erlebnis?

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Hans-Jürgen Tögel: Als ich beim "Schwarzwaldklinik"-Dreh von einem Löwen angegriffen wurde.

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Und doch hätten Sie nach dem tragischen Zwischenfall am liebsten direkt weitergedreht... Gibt es denn nichts, das Sie dazu bringen würde, einen Dreh abzubrechen?

Tögel: Nein, mich kann nichts aus der Ruhe bringen. Selbst als die "Jakob und Adele"-Darsteller Carl-Heinz Schroth und Brigitte Horney sich einmal verletzt hatten, habe ich nicht aufgegeben. Der Dreh sollte nach dem ersten Tag ein jähes Ende finden, doch ich habe Schroth und Horney auf Drehhocker gesetzt und das Problem mit vielen Naheinstellungen gelöst.

In Ihrer Autobiografie "Traumreise meines Lebens" schreiben Sie, Sie hätten "relativ wenig Angst". Vor was?

In "Traumreise meines Lebens" erzählt Hans-Jürgen Tögel aus seinem Leben als Regisseur Langen-Müller

Tögel: Ich finde es schlimm, - wie im Fall des Löwenangriffs - auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Ich habe gerne alles selbst in der Hand.

Sie haben sich in Ihrem Leben viele Narben zugezogen. Welche war die letzte?

Tögel: Ich war auf Sizilien schwimmen und habe ein Kind vor dem Ertrinken gerettet. Als ich ins Wasser gesprungen bin, habe ich mich an einem Felsen abgestoßen, woraufhin meine Füße voller Seeigelstachel waren...

Als "Traumschiff"-Regisseur sind Sie viel herumgekommen. Wo waren Sie noch nicht?

Tögel: In Sibirien - da muss ich aber auch nicht unbedingt hin. Viel lieber verbringe ich Zeit auf Sardinien, oder statte Karlheinz Schroths Witwe am Orta-See einen Besuch ab. Alle Jahre wieder am 29. Juni, wenn er Geburtstag hätte.

Jetzt steht Ihr eigener Ehrentag an. Wie feiern Sie diesen?

Tögel: Mit meinem großen Freundeskreis. Ich sorge für Speis und Trank - möchte aber keine Geschenke haben, sondern eine Spende für meine Stiftung für bedürftige Kinder.

Wie halten Sie sich fit?

Tögel: Ich mache seit meinem 50. Lebensjahr jeden Tag Gymnastik. Ich rauche nicht und verzichte auf Süßigkeiten. Mein Vater hatte Zucker, weshalb ich meine Gesundheit nicht auf die Probe stellen will. Ich gönne mir höchstens mal etwas Bitterschokolade.

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