Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 21.03.2016, 19.00 Uhr

Doctor Who: Peter Capaldi oder Colin Baker - Wer überzeugt als Doctor Who?

Gleich zwei DVD-Boxen von "Doctor Who" sind kürzlich erschienen: Staffel 9 des 12. Doktors sowie Volume 2 des 6. Doktors. Dreißig Jahre liegen zwischen den jeweiligen Folgen - ein Blick in die Zukunft und die Vergangenheit. 

Peter Capaldi und Jenna Coleman mit ihren Erzfeinden, den Daleks. Bild: Polyband/BBC

Mehr als 50 Jahre existiert die britische Serie "Doctor Who" nun schon im Fernsehen. In dieser langen Zeit hat sich nicht nur die Technik weiterentwickelt, sondern auch die Rolle des Doktors, dem Hauptcharakter der Serie. Besonders deutlich wird dies, stellt man zwei aktuelle DVD-Erscheinungen gegenüber: Volume 2 des sechsten Doktors aus dem Jahre 1985 und die komplette Staffel 9 des aktuellen zwölften Doktors.

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Der rockende Timelord

In der neuen Staffel von "Doctor Who" müssen sich der Doktor (Peter Capaldi) und seine Begleiterin Clara (Jenna-Louise Coleman) wieder zahlreichen neuen Abenteuern stellen. Schon die ersten Folgen versprechen, dass die Staffel geheimnisvoller und konfuser wird. Verwirrend erscheint vor allem der Auftakt des Doktors als Rockstar mit E-Gitarre auf einem fahrenden Panzer. Was soll das denn jetzt?

In den zahlreichen Folgenden findet sich der Doktor in der Episode "Hexenkunst" auf dem Planeten Skaro wieder, der Heimat der Daleks. Mit dabei: Missy, die weibliche Reinkarnation des ewigen Feindes, des Masters. Immer wieder spielt sie ihre Spielchen und bringt den Doktor und seine Begleiterin in Gefahr.

Richtig gruselig wird es in der Folge "Spuk im See", welche vor allem durch die Point-of-View-Sicht einer der Protagonisten unheimlich wirkt. In "Das Mädchen, das starb" treffen der Doktor und Clara auf Wikinger und lernen Ashildr (gespielt von "Game of Thrones"-Star Maisie Williams) kennen, die sie auch in den weiteren Folgen aufsucht. 

Ashildr (gespielt von "Game of Thrones"-Star Maisie Williams) trifft immer wieder auf den Doktor und seinen Companion. Bild: Polyband/BBC

Fans der Serie und deren Sidekicks müssen bei der Folge "Das Schattenquartier" besonders stark sein. Was Steven Moffat, der aktuelle Showrunner von "Doctor Who" aber in der darauffolgenden Episode fabriziert, ist mehr als merkwürdig: In der Manier von "Täglich grüßt ein Murmeltier" erlebt der Doktor immer wieder die gleichen Abläufe, gepaart mit kompliziertem Gerede und Phantasien, welche für den normalen Zuschauer nur schwer nachzuvollziehen sind. Letztlich findet er sich in der letzten Folge auf seinem Heimatplaneten Gallifrey wieder, wo er einmal mehr seiner Vergangenheit gegenübersteht.

Besonders gelungen ist die Weihnachtsfolge "Besuch bei River Song", bei der sich River (Alex Kingston) und der Doktor auf einer wahnwitzigen Jagd durch die Galaxien wiederfinden. Wie immer sehr lustig, unterhaltsam und gespickt mit den bekannten "Spoiler"-Gesprächen.

Lesen Sie mehr: Interview mit Peter Capaldi und Jenna Coleman

Modern, düster und verwirrend

Die neunte Staffel von "Doctor Who" ist vor allem eines: verwirrend. Oft verstrickt sich Moffat in seiner Geschichte und macht es dem Zuschauer schwer, seinen Gedanken zu folgen. Die Folgen sind oft düster und geheimnisvoll, was nicht jedem Fan gefällt. Besonders jüngere Zuschauer haben mit der Altersfreigabe ab 12 Jahren das Nachsehen. Zudem spart Moffat mit den geliebten Monstern und Kreaturen, die die Serie so bekannt und beliebt gemacht haben. Dafür bringt Missy ordentlich Pepp in die Folgen. 

Es ist nicht verwunderlich, dass die Fans nach Staffel 9 einen neuen Showrunner für "Doctor Who" begrüßen. Moffat hat die Serie wieder salonfähig gemacht, steckt aber doch zu sehr in seiner eigenen Welt, was besonders zulasten der Qualität seiner Folgen geht. 

Blu-ray und DVD zu "Doctor Who - Staffel 9" ist seit dem 18. März 2016 im Handel erhältlich. 

Fazit: 3 von 5 Sternen

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