Von news.de-Volontär Eric Mittmann - 12.01.2016, 15.45 Uhr

"Jessica Jones", "Narcos", "Bojack Horseman": Netflix 2016: Diese Serien sollten Sie nicht verpassen

Der Streaming-Dienst Netflix lässt 2016 nichts anbrennen. Neben der Expansion in 130 weitere Länder stehen auch zahlreiche neue Serien und Titel in der Warteschleife. Einige Perlen aus dem letzten Jahr sollte man allerdings nicht vergessen.

Tough und Düster: Krysten Ritter gibt in "Marvel's Jessica Jones" die namensgebende Anti-Heldin Jessica. Bild: dpa

Denn neben bewährten Formaten wie "House of Cards" oder "Orange is the new Black" lieferte Netflix im vergangenen Jahr gleich mehrere erstklassige neue Titel, die in Deutschland eher unter dem Radar liefen. Dabei schien kein Genre einen besonderen Vorzug zu genießen. Stattdessen ging es quer durch den altbekannten Gemüsegarten, aber das immer unterhaltsam und auf hohem Niveau.

"Bojack Horseman" (Cartoon/Comedy/Satire)

Das beste Beispiel dafür bietet gleich zu Beginn die Cartoon-Serie "Bojack Horseman" über ein Pullover tragendes, schauspielerndes Pferd. Denn auf die Standardformel für Qualitätsfernsehen zu setzen - Depression und Grautöne -, existieren in "Bojack Horseman" sprechende Tiere mit humanoiden Körpern neben normalen Menschen und ein alberner Tierwitz reiht sich an den anderen (Der Chef des Penguin-Verlags ist ein Pinguin und das schwarze Schaf der Familie... Naja, Sie kennen die Antwort).

Doch "Bojack Horseman" ist keineswegs alberne Cartoon-Standardkost. Stattdessen werden die einzelnen Figuren mit jeder Menge Tiefe und Emotionen dargestellt, haben berufliche Ambitionen, heimliche Wünsche und Ängste. "Spiegel Online" ging in seiner Kritik sogar soweit, das Netflix-Original mit US-Hits wie "Californication" und "Die Sopranos" zu vergleichen. An Niveau fehlt es also definitiv nicht.

"Narcos" und "Making a Murderer" (True Crime/Drama/Krimi)

Das True-Crime-Genre ist wieder angesagt und sowohl "Narcos" als auch "Making a Murderer" greifen den Mix aus Doku und Krimi-Serie auf. Während dabei "Making a Murderer" derzeit vor allem im Internet für Furore sorgt und Serien-Fans ihr eigenes Detektivspiel entwickeln, erscheint Narcos vor allem durch die Verhaftung des Drogenbosses "El Chapo" aktueller denn je.

In "Making a Murderer" geht es um den Fall des US-Amerikaners Steven Avery, in "Narcos" um den Aufstieg Pablo Escobars vom Dealer zum Drogenboss. Die Erzählung verläuft dabei eher objektiv trocken, die Dramaturgie entwickelt sich aus den eigentlichen Geschehnissen heraus. Dadurch wirken die einzelnen Episoden mitunter etwas zäh, das Ganze erscheint jedoch eher im Sinne der eigentlichen Hintergründe, als dass es ihnen schadet. Wer sich schon immer mal mit einem der größten Drogenbosse der Geschichte auseinandersetzen oder einfach mal selbst zum Detektiv werden möchte, sollte definitiv einen Blick wagen.

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