Das Dschungelbuch: Rudyard Kiplings "Dschungelbuch" gefragter denn je

Pünktlich zum 150. Geburtstag von Rudyard Kipling ist sein berühmtes Werk "Das Dschungelbuch" in Hollywood gefragter denn je. Gleich zwei Neuverfilmungen wird es geben.

Disney bringt "Das Dschungelbuch" im April zurück ins Kino: Mowgli (Newcomer Neel Sethi) und Bagheera (mit der Stimme von Ben Kingsley) Bild: 2015 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved./spot on news

Hollywood bekommt nicht genug vom "Dschungelbuch": Im April wird es einen neuen 3D-Film von Disney geben - mit den Stimmen von Topstars wie Bill Murray, Ben Kingsley, Idris Elba, Lupita Nyong'o und Scarlett Johansson. Ein Jahr später soll dann eine zweite Neuauflage von Warner Bros folgen, mit von der Partie sind dann Benedict Cumberbatch und Cate Blanchett. Das Buch, das bekanntlich dahintersteht, stammt von Rudyard Kipling (1865-1936). Der britische Schriftsteller wäre am 30. Dezember 150 Jahre alt geworden.

In Indien geboren

Einen Trailer zum neuen Disney-"Dschungelbuch", das ab April im Kino zu sehen ist, finden Sie auf MyVideo

Nachdem Kipling 1892 Caroline Balastier geheiratet hatte, lebte er vier Jahre in den Vereinigten Staaten. Zu dieser Zeit entstanden seine Kinder- und Jugendbücher, unter anderem "Das Dschungelbuch", für das er heute noch berühmt ist. Geboren wurde der Schriftsteller im indischen Mumbai, wo sein Vater arbeitete. Mit fünf Jahren wurde er allerdings mit seiner jüngeren Schwester nach England gebracht und kam zu Pflegeeltern, unter deren strenger Aufsicht er gelitten hatte. 1882 kehrte er schließlich nach Indien zurück. In Lahore, im heutigen Pakistan, schrieb er zunächst für eine Zeitung, begann aber auch, eigene Geschichten zu verfassen.

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Sein Erfolg

Mit seinen Werken hatte er bald Erfolg. Eine der Kurzgeschichten, die in der ersten Zeit entstand, war "Der Mann, der König sein wollte", die 1975 mit Sean Connery und Michael Caine verfilmt wurde. 1889 ging er zurück nach England, wo sein erster Roman "Das fahle Licht" entstand. Seine Eindrücke aus seiner Zeit in Amerika - 1897 kehrte er von dort erneut nach England zurück - verarbeitete er ebenfalls in einem Buch ("Captains Courageous: A Story of the Grand Banks"). Nach einer Afrika-Reise schrieb er zudem das Kinderbuch "Genau-so-Geschichten". 1901 erschien dann Kiplings Roman "Kim" - bis heute eines seiner bedeutendsten Werke. Das Buch gilt als eine der besten literarischen Darstellungen Indiens in der Kolonialzeit.

Nobelpreis

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Kipling zu den gefragtesten englischen Schriftstellern. 1907 erhielt Kipling als erster Engländer den Literaturnobelpreis. Er war zu diesem Zeitpunkt noch keine 42 Jahre alt. Bis heute hält er den Rekord als jüngster Literaturnobelpreisträger. Sein Erfolg ging aber immer weiter zurück. Nachdem sein Sohn 1915 im Alter von 18 Jahren in der Schlacht von Loos fiel, plagten den Kriegsbefürworter Selbstzweifel und Schuldgefühle.

Vergessen und neu entdeckt

Kipling schrieb weiter und verfasste 1932 den Text der ersten königlichen Weihnachtsansprache. 1936 starb er im Alter von 70 Jahren an einer Hirnblutung. Nachdem seine Werke nach seinem Tod eine Zeit lang in Vergessenheit geraten waren oder aus politischen Gründen - er galt als Dichter des britischen Kolonialreichs - in negativem Licht betrachtet wurden, wurde er in den 70er Jahren wiederentdeckt. Und zumindest seine Geschichten von Mogli, Balu, Baghira und Shir Khan bleibt dank Hollywood unvergessen.

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