Von news.de-Redakteurin Jana Koopmann - 15.03.2015, 16.06 Uhr

Echter Rock'n'Roll: Kraftklub auf "in schwarz-Tour" 2015: Erdbeben in Leipzig, Randale in Magdeburg

Magdeburg, Stadthalle. Menschen drängeln am Einlass. Kraftklub-Bassist Till Brummer sieht sich das Treiben von oben an. Es soll ein heißer Abend werden.

Das hatte Seltenheitswert: Wenn der Hauptact den Support ankündigt. Pünktlich 19:30 Uhr stand Felix Brummer, Sänger und Frontmann der Chemnitzer Band Kraftklub, auf der Bühne, aber nicht, um die ausverkaufte Magdeburger Stadthalle glücklich zu machen. Nein, zuerst kündigte er die österreichische Vorband Wanda an. Für die Fans in den ersten Reihen war das Motivation genug, um bereits vor Konzertbeginn Vollgas zu geben. Wanda heizten gut ein und brachten Spaß.

Ein Feuerwerk der ironischen Texte

Keine Stunde später war es soweit und die Mannen um die Brüder Felix und Till Brummer legten mit "Für immer" los. Dann ging es lautstark durch den ersten Teil der Show mit den bekannten Anti-Hipster-Hymne "Ich will nicht nach Berlin", dem Mobbing-Song "Unsere Fans" und "Hand in Hand" weiter. Im Publikum wurde fleißig getanzt, gesprungen und vor allem jede Textzeile laut mitgesungen. Während beim Leipziger Konzert vor einigen Tagen noch erdbebenartige Stöße registriert wurden, hielt die Stadthalle dem Treiben stand.

Zur Halbzeit durften die Jungs von Wanda nochmal die Masse anheizen: das alte Ramones-Cover "Blitzkrieg Bop" war trotz des recht jungen Publikums doch allen bekannt. Mit "Irgendeine Nummer" durfte natürlich der Lieblingssong unter den Bonussongs nicht fehlen. Die wohl schönste Art, die Ex-Freundin abzuschießen.

Text vergessen

Auch in der zweiten Hälfte der Show sollte es nicht langweilig werden. Bei "Karl-Marx-Stadt" mussten kurzerhand die Fans aushelfen, Felix war leider nicht ganz textfest. Passiert. Nach einem kurzen Blackout konnte der aufmerksame Beobachter die Band von der Bühne in Richtung Technikpool laufen sehen. Und als das Licht wieder anging, standen die Jungs auf einer Minibühne und performten die nächsten Songs. Doch das absolute Highlight folgte mit dem Wett-Stagedive-Contest der Band. Keine Sorge, alle Mitglieder wurden behutsam durch die Massen getragen und landeten unverletzt auf der Bühne.

Und schon ging es mit viel Karacho in den Endspurt und in den Konfettiregen. Zwei Songs fehlten ja noch. Und sowohl "Randale" als auch "Scheissindiedisco" brachten Magdeburg den Abriss. Kein Erdbeben diesmal, aber tausende glückliche und zufriedene Gesichter.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

koj/zij/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser