Lenny Kravitz in Berlin: Grooviger Rock'n'Roll für ein lahmes Publikum

Was war nur mit dem Berliner Publikum los? Beim deutschen Tourauftakt von Rocklegende Lenny Kravitz am 5. November 2014 erwartete man ein enthusiastisches Publikum sowie mitsingende und -tanzende Fans. Doch was sich 50-jährigen Rockstar bot, war ein verhaltenes Mitwippen, begleitet nur durch gelegentlichen Jubelschrei.

Alles in allem hat sich das Berliner Publikum von seiner sehr verhaltenen Seite präsentiert, obwohl es sonst für großartige Stimmung bekannt ist. Ob es daran lag, dass die O2-World nicht komplett ausverkauft war und die Atmosphäre in der großen Halle nicht aufkommen wollte, das lässt sich nur erahnen.

Lenny Kravitz gab seinen deutschen Tourauftakt in der Berliner O2-World vor einem eher gemäßigten Publikum. Bild: dpa

Gitarrengott Lenny Kravitz ließ sich dennoch nicht beirren und versuchte, dem Publikum wenigstens ein bisschen Enthusiasmus zu entlocken. Beginnend mit «Dirty White Boots» präsentierte er zusammen mit seiner Liveband einen Mix aus aus alten Hits sowie neuen Songs seines aktuellen Albums«Strut». Während bei den neuen Songs wie zu erwarten nur ein Mitwippen in Bein oder alternativ Kopfbereich beim Publikum zu sehen war, konnte man förmlich von einem Ausrasten sprechen, als Lenny Hits wie «I belong to you» oder «American Woman» präsentierte.

Immer wieder animierte er die Fans und Zuschauer, bei bekannten Passagen mitzusingen, aber jedoch kläglich scheiterte, was zum einen an den lautstarken Backgroundsängerinnen und zum anderen an wohl vorhandenen mangelnden Textkenntnissen des Publikums lag. Und auch die Soli der einzelnen Trompeter, Saxophonisten und Co. hätte der Musiker verkürzen und stattdessen noch einen weiteren Song präsentieren können.

Auch mit 50 Jahre und nach einem viertel Jahrhundert Musikgeschickte rockt Lenny Kravitz die Bühne. Bild: dpa

Nichtsdestotrotz bemühte sich Lenny Kravitz um knappe zwei Stunden puren Rock, den vor allen Fans begeistern konnte. Das lahme Publikum konnte er nur beim letzten Song «Fly Away» von den Hockern reißen - doch da war das Konzert bereits vorbei.

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