Von news.de-Redakteurin Jana Koopmann - 19.11.2014, 12.47 Uhr

Mando Diao live in Leipzig: In der Sauna mit Mando Diao

Weiße Bademäntel, leise Töne und eine Bühne wie aus einem Theaterstück. Das Livekonzert von Mando Diao war anders. news.de war für Sie dabei.

Normalerweise beginnt ein gutes Konzert mit lauten Tönen, um die Fans in Stimmung zu bringen. Nicht so bei Mando Diao. Als die Jungs um Gustaf Norén und Björn Hans Dixgård gestern gegen 21 Uhr die Bühne im Leipziger Haus Auensee betraten, schlugen sie eher leise psychodelische Klänge an.

Mando Diao live Bild: Balazs Mohai/dpa

Um ihre neue Platte «Aelita» vorzustellen, geht die schwedische Band wieder auf große Deutschland-Tour. Gestern hieß der Spielort Leipzig. Im gut gefüllten Haus Auensee glänzten die Jungs diesmal nicht mit lauten Gitarren und Gebrüll. Die Bühne erinnerte mit den ionischen Säulen eher an ein Theaterstück aus dem alten Rom, als an ein Rockkonzert. Doch das sollte der Stimmung keinen Abbruch tun. Schon zu Begin der gut 90-minütigen Show entledigten sich beide Sänger ihres Bademantels und ließen die Hormone der Damen in den vorderen Reihen in Wallung geraten.

Mando Diao live in concert: Kollektives Tanzen!

Doch nicht nur die neuen Songs wurden vom Publikum beklatscht, zu den Liedern, die die Band bekannt gemacht hat wurde ausgelassen das Tanzbein geschwungen. «Down in the past», «Gloria», «Dance with somebody» und «Black Saturday» liefen am Stück und die Menge ließ sich von den beiden Sängern Gustaf Norén und Björn Hans Dixgård mitreißen und feierte die Band ausgelassen.

Mando Diao auf Tour: In Tennisshorts auf der großen Bühne

Irgendwann waren die Bademäntel komplett verschwunden und die Herren standen nur noch in weißen Tennisshorts auf der Bühne, immer noch sehr zur Freude der anwesenden Damen. Doch abgesehen von dem Drang, sich nackt mit Sekt zu übergießen, ist die Band offensichtlich erwachsen geworden und versucht eine andere Richtung einzuschlagen. Der Sound ist nicht mehr so rockig wie früher, eher Synthie-lastig.

Auf der Bühne fühlten sich die beiden Frontmänner offensichtlich wohl: Sie sangen und tanzten ausgelassen, lobten Ihre Fans. Doch scheinbar waren auch viele im Publikum, denen der neue Sound nicht zusagte. Es war keine kompkate tanzende Masse vorhanden, eher eine gemütliche Discoatmosphäre und einige Zuschauer verließen schon im letzten Song die Halle. Schade, denn es war tatsächlich mal ein etwas anderes Konzert. Eben back to the Eighties.

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