Filmbesprechung: «Angélique»: David Kross als Sonnenkönig

Paris - «Angélique» ist nicht die erste Verfilmung über das Leben und Lieben der jungen Adligen zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Schon in den vergangenen Jahrzehnten kamen mehrere Filme zu der Roman-Reihe von Anne Golon heraus.

«Angélique»: David Kross als Sonnenkönig Bild: Silviazeitlinger/Tiberius Film/dpa

Nicht alle haben der heute 92-jährigen Französin gefallen, die deshalb jahrzehntelang mit ihrem Verlag vor Gericht um die künstlerische Kontrolle kämpfte. Die neue Umsetzung des französischen Regisseurs Ariel Zeitoun («Liebe auf den sexten Blick») hat jedoch ihr Einverständnis bekommen. Die Reaktionen der Fachpresse und des Publikums in Frankreich hingegen waren gespalten.

In seiner Version erzählt der 64-jährige Regisseur die Geschichte der schönen Angélique de Sancé (Nora Arnezeder), die den viel älteren Grafen Joffrey de Peyrac von Toulouse (Gérard Lanvin) heiraten soll, um ihre Familie vor dem Bankrott zu retten. Angélique ist verzweifelt und bittet ihren einflussreichen Cousin Philippe de Plessis-Bellière (Tomer Sisley) um Hilfe, die er ihr verweigert. Die Hochzeit findet statt.

Wider Erwarten entwickelt die Braut doch Gefühle für den Grafen und verliebt sich in ihn. Das Glück ist aber nur von kurzer Dauer. Angélique war als Kind Zeugin einer Verschwörung gegen König Ludwig XIV. geworden. Diese Vergangenheit holt sie jetzt ein. Die Verschwörer erfahren von der Mitwissenschaft. Sie trachten ihr und ihrem Mann nach dem Leben.

Regisseur Zeitoun hat die Rollen mit Darstellern besetzt, die für Historien- und Kostümfilme eher ungewöhnlich sind. Als Angélique überzeugt die 25-jährige Arnezeder als verführerische Heldin. In der Rolle von König Ludwig XIV. ist der 23-jährige Deutsche David Kross zu sehen («Der Vorleser»).

Angélique

news.de/dpa

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