Kunst: Ai Weiwei hält Reise nach Berlin für möglich

Peking - Der berühmte chinesische Künstler Ai Weiwei hat sich zuversichtlich gezeigt, dass ihm doch noch die Ausreise zu seiner großen Ausstellung in Berlin erlaubt wird. «Es ist durchaus möglich», sagte Ai Weiwei am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in Peking.

Ai Weiwei hält Reise nach Berlin für möglich Bild: Tobias Hase/dpa

Die chinesischen Behörden halten seit seiner Inhaftierung 2011 seinen Pass zurück und verweigern ihm damit bislang jede Reisemöglichkeit.

Zuvor hatte Berlins Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), bei seinem Besuch in Peking die Hoffnung geäußert, dass Ai Weiwei «selber in der Lage sein wird, die Ausstellung zu besuchen». Es liefen auf deutscher Seite notwendige Bemühungen, sagte Wowereit, der sich aber nicht weiter dazu äußern wollte. «Ich glaube, dass öffentliche Debatten darüber nicht helfen.»

Zu einem Empfang mit Wowereit und seiner Delegation in der deutschen Botschaft am Mittwochabend war Ai Weiwei nicht eingeladen. «Ich wusste nicht einmal, dass er in der Stadt ist», sagte der Künstler. Er bedankte sich gleichwohl für die deutschen Bemühungen, dass er die Ausstellung in Berlin mit eigenen Augen sehen kann. «Ich glaube, dass es zu Fortschritten in meiner Sache führen wird.»

«Evidence», die bislang größte Werkschau von Ai Weiwei, läuft im Berliner Martin-Gropius-Bau noch bis zum 7. Juli.

Ausstellung

news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

0 Kommentare
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser