Fernsehen: Auf der Suche nach Frieden: TV-Drama über Suttner und Nobel

Wien - Die Pazifistin Bertha von Suttner hatte mit Alfred Nobel den Erfinder des Dynamits zum langjährigen Vertrauten. Die gemeinsame Produktion «Madame Nobel» der ARD und des Österreichischen Rundfunks (ORF) macht daraus die Geschichte einer unerfüllten Liebe.

Auf der Suche nach Frieden: TV-Drama über Suttner und Nobel Bild: Georg Hochmuth/dpa

In den Hauptrollen stehen Birgit Minichmayr und Sebastian Koch zur Zeit in Österreich vor der Kamera. Das Drehbuch hat Rainer Berg geschrieben, nach Motiven des Theaterstücks «Mr. & Mrs. Nobel» von Esther Vilar. Der geplante Sendetermin für den Film, der sich in die TV-Beiträge zum Gedenkjahr an den Ausbruchs des Ersten Weltkriegs reiht, ist Dezember.

Suttner (1843-1914) sei eine strenge, nach Unabhängigkeit strebende Frau gewesen, sagte Minichmayr am Montag über ihre Rolle. Und: «Sie war ein absolutes Marketing-Genie.» Fast im Alleingang trieb die Schriftstellerin mit Kongressen und Vorträgen die damalige Friedensbewegung voran. Koch («Das Leben der Anderen») reizte an der Rolle des schwerreichen, aber auch umstrittenen Erfinders «der verschrobene Charakter, der scheue, introvertierte Mensch.» Nobel (1833-1896) hielt mehr als 350 Patente. Er wollte seine Erfindungen friedlich verwendet wissen, musste aber mitansehen, wie sie den Krieg revolutionierten.

Suttner und Nobel lernten sich kennen, als sie einen Job und der Millionär eine Sekretärin suchte. Doch nach nur wenigen gemeinsamen Tagen in Paris folgte sie ihrem späteren Mann in den Kaukasus. Trotzdem riss der Kontakt zwischen Nobel und ihr nie mehr ab. Suttner, die als Schriftstellerin («Die Waffen nieder») die Pazifismusbewegung anführte, erhielt 1905 den von ihrem reichen Freund gestifteten Friedensnobelpreis. Sie starb einen Monat vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Geschichte des Nobelpreises

Informationen zur Preisverleihung 1905

news.de/dpa

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