Nas: CD-Tipp: Mariah Carey - Me. I Am Mariah - The Elusive Chanteuse

Sämtliche Chart-, Stimm- und Oktavenrekorde hat Mariah Carey in ihrer langen Karriere schon aufgestellt. Ihr 14. Studioalbum ist eine Hommage an den R&B der Neunziger - nicht mehr und nicht weniger.

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Bild: Universal/spot on news

Es wird wieder geraucht, geschmust, gehaucht und gewispert: Mariah Carey ist zurück und braucht dazu nur ihre Stimme. Die mittlerweile 44-jährige Mutter von Zwillingen nimmt im Pop-Zirkus die Rolle der totalen Fortschrittsverweigerin ein. Ein eigentlich ganz sympathischer Zug. Im Gegensatz zu, äh, trendbewussten Musikerinnen wie Madonna setzt Carey auf das volle Retro-, sprich R&B-Programm - aus Überzeugung, wie sie in einem Interview angab: "Wieso sollte ich mich vom Pop-Geschehen beeinflussen lassen - das Pop-Geschehen hat sich doch von mir beeinflussen lassen."

Wie sich dieses Album anhört, ist also weniger überraschend. Carey feiert das Neunziger-Comeback mit gefühligen Balladen, Rapper-Sängerin-Duetten und Neunziger-Popbeats (Mariah: "Es war eine tolle Ära"). Bei dieser Art von gefühlsechtem R&B fällt das Wort "Baby" noch immer in jeder Strophe. Manchmal, wie im Song "Supernatural", sind damit aber auch ihre Zwillinge gemeint, deren Gebrabbel und Gelächter ebenfalls zu hören sind - inspiriert von Stevie Wonders "Isn't She Lovely".

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Da Mariah das letzte Jahrzehnt einfach ignoriert, beschränken sich die musikalischen Abenteuer auf ihrem 14. Studioalbum "Me. I Am Maria" auf ein rumpelndes Schlagzeug ("Heavently"), Gospelchöre und das bereits erwähnte Baby-Gebrabbel. Duette mit Sänger Miguel und den Rappern Nas, Wale und Fabolous bringen stimmliche Abwechslung in die Geschichte - auch wenn Carey gerade stimmlich wirklich keine Unterstützung bräuchte.

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