Kunst: Privat und in Farbe: Fotoporträts von Gisèle Freund

Berlin - Gisèle Freunds Fotoporträts prominenter Künstler sind erstmals digital bearbeitet und in ihrer ursprünglichen Farbigkeit zu sehen. Die Ausstellung «Gisèle Freund - Fotografische Szenen und Porträts» (23.5.

Privat und in Farbe: Fotoporträts von Gisèle Freund Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa
bis 10.8.) in der Berliner Akademie der Künste zeigt insgesamt 280 Schwarz-Weiß- und Farbfotos von Freund (1908-2000).

In Farbe und meist ganz privat in ihren Wohnungen und Häusern fotografierte die gebürtige Berlinerin Schriftsteller, Maler und Philosophen. Dazu zählten James Joyce, Virginia Woolf und Simone de Beauvoir sowie das mexikanische Malerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera, mit dem die Fotografin eine enge Freundschaft verband.

Der Persönlichkeit der Abgebildeten kann der Betrachter in ausgewählten Foto-Serien nachspüren. In verschiedenen Posen und Momentaufnahmen sind zum Beispiel Walter Benjamin, André Breton, Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, Vladimir Nabokov sowie Adrienne Monnier und Sylvia Beach zu sehen.

Ausgestellt ist außerdem die berühmt gewordene Serie von Evita Perón. Die Foto-Reportage zeigt die Gattin des argentinischen Präsidenten im Jahr 1950 in prachtvoller Robe vor dem Spiegel, mit ihren Pelzen, ihrem Schmuck und ihrer Hutsammlung.

Die in der Ausstellung gezeigten Fotos entstanden in den Jahren 1935 bis 1965. Darunter ist auch eine Reihe von Bildern, die Freund bei ihren Besuchen in Berlin 1957 und 1962 aufnahm.

Infos zur Ausstellung

news.de/dpa

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