Musik: Zarte Worte zwischen David Bowie und Marlene Dietrich

Berlin - Auf geheimnisvolle Weise müssen sie sich angezogen haben: In der Berliner Ausstellung über den britischen Musikstar David Bowie ist jetzt erstmals ein bisher unveröffentlichter Briefwechsel zwischen ihm und Marlene Dietrich zu sehen.

Zarte Worte zwischen David Bowie und Marlene Dietrich Bild: Soeren Stache/dpa

Beide standen 1978 für den Film «Schöner Gigolo, armer Gigolo» vor der Kamera - er am Drehort Berlin, sie in ihrem Wohnort Paris. Für die Dietrich (1901-1992) sollte es der letzte Film werden.

Mit Datum vom 2. März 1978 schrieb die damals 77-jährige Grande Dame an den 46 Jahre jüngeren Musiker: «Lieber David Bowie, es tut mir sehr leid, dass ich Sie heute nicht wie besprochen besuchen kann. Haufenweise Probleme mit Anproben u.a. für Ihren Film. Hoffe, Sie in Amerika zu treffen.» Unterschrieben mit «Much Love».

Bowie antwortete, allerdings erst am 8. April, auf dem Briefpapier einer Concorde der British Airways. «Bitte, bitte vergeben Sie mir, dass ich erst so schrecklich spät auf Ihre wunderbare Mitteilung antworte. Ich habe keine Entschuldigung dafür. (...) Ich werde im Mai für zwei oder drei Konzerte in Paris sein und melde mich, sobald ich ankomme», schreibt er und versichert «mit tiefster Liebe und Respekt» bei dem Konzert für sie zu singen.

Ohne Datum folgt dann eine kurze handschriftliche Notiz über seine Ankunft in Paris, das Papier stammt vom Hotel Plaza Athénée. «Ich freue mich sehr, Sie zu sehen. Beste Grüße», heißt es da. Ende offen.

news.de/dpa

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