Fernsehen: Quietschiges Vergnügen: «Alvin und die Chipmunks 3»

Berlin Erwachsene aufgepasst: Besser Watte für die Ohren bereitlegen, denn das Quietschen in diesem Film ist nicht jedermanns Sache.

Quietschiges Vergnügen: «Alvin und die Chipmunks 3» Bild: Paul Buck/dpa

«Alvin und die Chipmunks» sind wieder da. In ihrem dritten Filmabenteuer aus dem Jahr 2011 erleiden die putzigen Streifenhörnchen an diesem Freitag um 20.15 Uhr auf Sat.1 Schiffbruch. Dabei erweisen sich die animierten Nager im Zusammenspiel mit echten Schauspielern erneut als ebenso laute wie vorlaute Chaostruppe und vor allem als musikalische Nervensägen - was Kinder zu Begeisterungsstürmen hinreißt und viele Ältere nahezu in den Wahnsinn treibt.

Die drei Pelztiere haben erneut ihre drei Hörnchen-Mädels zur Seite: die Chipettes, eine Girl-Band im Stile von Destiny's Child. In der deutschen Synchronisation wurden sie von der mittlerweile aufgelösten «Popstars»-Castingband Queensberry gesprochen. Zusammen singen, trällern, quietschen, quieken oder piepsen sich die Chipmunks durch den Film. Kinder haben sichtlich und hörbar Spaß an der Geschichte, für deren chaotischen Verlauf vor allem Oberchaot Alvin sorgt.

Worum geht es? Bevor die Chipmunks ihren großen Auftritt bei den «International Music Awards» haben, will Chipmunk-Ersatzpapa David (gespielt von Jason Lee) mit den singenden Streifenhörnchen einen erholsamen Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff verbringen. Anstatt sich zu entspannen, haben die sechs Nager rund um Anführer Alvin nur Unsinn im Kopf. Alvin bringt er mit seinem unaufhörlichen Schabernack das gesamte Schiffsleben durcheinander.

Doch auf hoher See ist plötzlich Schluss mit lustig: Am Drachen segeln die Sechs plötzlich davon, David zusammen mit Erzfeind Ian (David Cross) mehr unfreiwillig hinterher. Alle stranden auf einer einsamen Insel, die eine etwas verrückte Bewohnerin, einen Goldschatz und einen brodelnden Vulkan beherbergt. Die Freundschaft und das Leben aller stehen auf dem Spiel.

So sehr man als erwachsener Zuschauer diesen Film mit einem Kopfschütteln begleiten kann, so sehr lässt sich auch der Erfolg bei Kindern erklären: Die Chipmunks sind niedlich und frech, machen ihre eigenen Gesetze und sind immer in Action. Die Popmusik ist kindgerecht knallig, und bei den Schlümpfe-Hits oder Spongebob-Songs wird die Zielgruppe ja auch nicht von den verheerend-verzerrten Stimmen abgeschreckt. Zudem ist der dritte Teil auch ohne die Vorgeschichten einfach zu verstehen.

Bereits vor über 50 Jahren - 1958 - hatte der US-Musiker Ross Bagdasarian die fiktive Musikgruppe Alvin and the Chipmunks ins Leben gerufen. Mit seinen piepsig singenden Cartoon-Hörnchen - die menschliche Stimme wird dafür schneller abgespielt - verbuchte er zahlreiche Charts-Erfolge, es gab etliche Fernsehserien und Videofilme. 2007 wurden die Chipmunks als animierte Wesen an der Seite menschlicher Schauspieler dann die Kinostars von heute.

news.de/dpa

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