Black Keys: CD-Tipp: The Black Keys - Turn Blue

Auf ihrem neuen Album klingen die prämierten Black Keys nach sich selbst, der letzten MGMT-Scheibe, Mando Diao in ihren besten Zeiten und Pink Floyd in ihren psychedelischsten Momenten. Aber ist das nun gut oder schlecht?

Das neue Album "Turn Blue"

Bild: Warner/spot on news

Die Spirale auf dem Cover deutet es bereits an: Es geht bergab. Für die Black Keys drückt die Spirale vermutlich nur die intensive Liebe zur Psychedelic-Musik aus. Doch Fans der seit der Grammy-Verleihung 2010 wichtigsten aktuellen Blues-Rock-Band Amerikas sehen das Duo seit ihrem neuesten Radiohit "Fever" schon in der Abwärtsspirale. Das hat einige Gründe: Obwohl wieder auf Danger Mouse als Produzenten gesetzt wurde, klingt "Turn Blue" über weite Strecken wie geschliffen und in Watte gepackt. Für Keys-Fans ein Albtraum, waren die beiden Gitarrenverehrer bisher gerade für ihren rohen Sound bekannt.

Unter Fans wird es schon das Kings-of-Leon-Syndrom genannt: Mit dem Durchbruch kommt der Kommerz, kommt die Ideenlosigkeit. Das wird "Turn Blue" aber nicht gerecht, an Ideen mangelt es dem Duo - oder Produzent Danger Mouse - wirklich nicht. Der knapp siebenminütige Opener ufert absolut aus. Im nächsten Song kommen der typische Basslauf, aber auch Backroundvocals und eine vorsichtige Synthie-Gitarren-Affäre zusammen. Der Titelsong klingt ein bisschen wie das letzte, sehr verschwommene MGMT-Album mit einer guten Portion Blues. Dass "Fever" mit seiner Synthie-Hook ein absoluter Hit ist, darüber sind sich nicht nur die Radiostationen einig. Und "Years In Review" hat mit Percussions und Backround-Chor schon fast etwas von einer extrem coolen Version von Mando Diao.

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Wir fassen zusammen: Auf ihrem mittlerweile achten Album klingen die Black Keys nach Mando Diao, dem letzten MGMT-Album, Danger Mouse, Radiohit und ausuferndem Psychedelic-Monster, bei dem schon mal Pink Floyd grüßen lassen. Vielleicht wollte Black Key Dan Auerbach, der immerhin das nächste Album von Lana Del Rey produziert, hier schon mal den Pomp und die Abwechslung üben. Wohin das alles führt, ist noch nicht klar. Aber es klingt immer noch verdammt gut.

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