Kunst: Neu erworbenes Dix-Gemälde in Colmarer Museum

Colmar - Ein lange Zeit verschollen geglaubter «Christuskopf» des deutschen Malers Otto Dix (1891-1969) gehört zu den Neuerwerbungen des Unterlinden-Museums in Colmar.

Das 36 mal 28 Zentimeter große Porträt malte Dix während seiner französischen Kriegsgefangenschaft zwischen April 1945 und Februar 1946 in Colmar. Der französische Lagerkommandant habe Dix einer Künstlergruppe zugeteilt. Insgesamt seien so mehr als 70 Werke entstanden, sagte die Konservatorin des Museums, Frédérique Goerig-Hergott, der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag.

Erworben wurde das Werk bei einer Versteigerung in Belfort im November für 18 000 Euro. Als Mäzen trat ein Bauunternehmer aus der Region auf.

Eines der wichtigsten Werke von Dix, das Triptychon «Der Krieg», ist vom Isenheimer Altar inspiriert, dem weltberühmten Hauptwerk des Museums. Der Meister der Spätgotik, Matthias Grünewald, hatte den Altar geschaffen.

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news.de/dpa

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