USA: «77 Sunset Strip»-Star Efrem Zimbalist gestorben

Solvang - US-Schauspieler Efrem Zimbalist, Star der langjährigen Fernsehserien «77 Sunset Strip» und «F.B.I.», ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Die «New York Times» berichtete am Samstag unter Berufung auf den Sohn Efrem Zimbalist III, dass der TV-Star beim Wässern des Rasens seiner Ranch in Solvang (US-Bundesstaat Kalifornien) tot zusammengebrochen sei. «Er war gesund, spielte drei Tage in der Woche Golf und war immer im Garten», sagte der Sohn.

Zimbalist hatte von 1958 bis 1964 den weltmännischen Privatdetektiv Stuart Bailey in dem erfolgreichen Krimiklassiker «77 Sunset Strip» verkörpert. Als Inspektor Lewis Erskine in «F.B.I.» war er sogar neun Jahre, von 1965 bis 1974, zu sehen. Wie in der Serie war der Schauspieler auch privat ein engagierter Fan der amerikanischen Bundespolizei. Nach Angaben der Zeitung war er mit dem damaligen FBI-Direktor Edgar Hoover sowie dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan befreundet.

Zimbalist stammte aus einer berühmten Musikerfamilie: Sein Vater war der Konzertviolinist Efrem Zimbalist, seine Mutter die Opernsängerin Alma Gluck. Er studierte an der Elite-Universität Yale, wurde aber wegen schlechter Noten aufgrund seines ausgeprägten Partylebens zwei Mal rausgeworfen und ließ am Ende einen Haufen Schulden zurück. Nach seinem Einsatz im Zweiten Weltkrieg ging er an den Broadway und trat dort unter anderem neben Spencer Tracy in dem Drama «The Rugged Path» auf. Erfolg hatte Zimbalist auch als Produzent von drei lyrischen Opern von Gian Carlo Menotti.

Warner Brothers engagierte den gut aussehenden und cleveren Schauspieler für Filme wie «Band of Angels», in dem er neben Clark Gable auftrat. Jahre später war er als blinder Pilot in «Airport 1975» sowie in der Komödie «Hot Shots» (1991) im Kino. Seine größte Filmrolle zeigte Zimbalist als Ehemann von Audrey Hepburn 1967 in dem Thriller «Warte, bis es dunkel ist». Seine Stimme verlieh er dem Butler Alfred und Dr. Octopus in den Trickfilmserien «Batman» und «Spider-Man».

news.de/dpa

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