Fernsehen: «Sing meinen Song»: Tauschkonzert mit Urlaubsflair

Berlin - Sieben Musiker interpretieren gegenseitig ihre bekannten Lieder neu - das ist die Idee hinter der Showreihe «Sing meinen Song», die am Dienstag bei Vox beginnt.

«Sing meinen Song»: Tauschkonzert mit Urlaubsflair Bild: Jörg Carstensen/dpa

Als singender Gastgeber wurde der Soul-Barde Xavier Naidoo verpflichtet, den es nach seinen zwei Jury-Runden bei «The Voice of Germany» verstärkt ins Fernsehen zieht. Den Anfang am ersten Abend machen Songs des Sunny-Boys Sasha.

Da das Konzept mit dem Interesse der Zuschauer für die Künstler steht und fällt, wurden bei der Auswahl verschiedene Genres gemischt. Mit dabei sind Balladen-Expertin Sarah Connor, der Pop-Gentleman Roger Cicero und Sandra Nasic von den Guano Apes als Spezialistin für härtere Töne. Eher ein Exot in dieser Reihe ist der österreichische Volksmusiker Andreas Gabalier und eine Art Wild Card bekam Gregor Meyle, der einst über eine Alternativ-Castingshow bei Stefan Raab bekannt wurde.

Vox hatte eine ähnliche Idee schon einmal 2011 ausprobiert. Damals trafen in der Sendung «Cover my Song» jeweils ein Schlagersänger und ein Rapper aufeinander, um sich gegenseitig an ihren bekanntesten Songs zu versuchen. Diesmal ist alles größer angelegt: Es sind nicht nur mehr Musiker dabei, sondern die Zuschauer dürfen sie auch in eine Art Urlaub begleiten. Die Sendereihe wurde in knapp zwei Wochen in Südafrika, dem Heimatland von Naidoos Vorfahren gedreht. Es gab gemeinsames Kochen, Ausflüge in die Natur und Tauchgänge mit Haien.

«Es war mal schwer, mal lustig, mal hatten wir die Hosen voll», sagt Naidoo. Obwohl das Format Musik mit TV-Dokumentation mischt, seien die Macher ohne scripted Reality mit gestellten Situationen und Dialogen ausgekommen. Zugleich lassen die gegenseitigen Lobgesänge der Musiker das Tauschkonzert vorab eher als Kuschelveranstaltung erscheinen.

Auch Naidoo glättet die Kanten: Selbst wenn man eine Interpretation vielleicht nicht so recht gefühlt habe, dann aber den Künstler dahinter. Für ihn sei der Song von Sarah Connor am härtesten gewesen: «Sie hat immer so viele Tonwechsel.» Und: «Am Ende fühlte es sich an als hätten wir eine neue Gruppe gegründet.» Eine Auswahl aus den insgesamt 42 Songs wird dann auch gleich als Album veröffentlicht.

Naidoo hofft auf eine zweite Staffel und mehr: «Ich hab seit «The Voice» vor, mehr Musik ins Fernsehen zu bringen.» Es gebe einen Platz dafür, «aber es muss anders gemacht werden». Er schreibe zwar weiter Songs und werde seine Musik-Karriere nicht an den Nagel hängen. «Aber dieses Entertainment-Ding hat mich schon immer gereizt. Ich habe gemerkt, dass ich Spaß daran habe, mir Shows auszudenken.» Es sollen aber eher etablierte Künstler statt Amateure im Mittelpunkt stehen.

Sing meinen Song

news.de/dpa

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