Musik: Applaus für Neuinszenierung von Mozarts «Titus»

München - Die Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Spätwerk «La clemenza di Tito» («Die Milde des Titus») ist am Montagabend im Münchner Nationaltheater mit einem heftigen, aber kurzen Applaus bedacht worden.

Applaus für Neuinszenierung von Mozarts «Titus» Bild: dpa

Am meisten Beifall heimste nach der rund zweieinhalbstündigen Aufführung der Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, Kirill Petrenko ein. Er hatte zum ersten Mal an seiner neuen Wirkungsstätte eine Mozart-Oper dirigiert. Aus dem sechsköpfigen Sängerensemble stachen die irische Mezzosopranistin Tara Erraught als Sesto und die lettische Sopranistin Kristine Opolais als Vitellia heraus.

Der britische Tenor Toby Spence in der Titelrolle des römischen Kaisers Titus hatte kurz vor Schluss der Aufführung einen Aussetzer, konnte seine Rolle aber ohne weitere Probleme zu Ende singen. Spence war vor etwa zwei Jahren wegen einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung operiert worden und hatte zeitweise seine Stimme verloren. Ein Jahr später stand er wieder auf der Bühne.

Viel Beifall ohne Buhrufe gab es für die etwas unentschieden zwischen Karikatur und Seelendrama changierende Inszenierung von Regisseur Jan Bosse, der zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper gearbeitet hatte.

news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser