Film «Zorn der Titanen»: Fantasy-Epos auf DVD

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«Zorn der Titanen»: Fantasy-Epos auf DVD Bild: dpa

Berlin - Es rumort im Olymp. Da die Menschen sie nicht mehr anbeten, droht den Göttern der Machtverlust. Wieder ist es an Perseus, dem Sohn des Zeus, die Dinge zu richten.

Zwei Jahre ist es her, da durfte sich Perseus im «Kampf der Titanen» als Krakenbezwinger beweisen. Nun muss der Halbgott erneut antreten - nicht nur, um seinen geschwächten Vater, sondern auch, um die Menschheit zu retten. Sam Worthington, Liam Neeson und Ralph Fiennes agieren auch diesmal an vorderster Front. Der Südafrikaner Jonathan Liebesman («World Invasion: Battle Los Angeles») folgt als Regisseur auf den Franzosen Louis Leterrier, der für den Vorgänger verantwortlich war.

Perseus (Worthington) hat sich eingerichtet im weltlichen Dasein als Fischer und alleinerziehender Vater. Rührend kümmert er sich um seinen Filius («Ich werde meinen Sohn nie im Stich lassen!»), bis sie wieder ruft, die lästige Pflicht: Zeus (Neeson) wird von Hades (Fiennes), dem Gott der Unterwelt, und Kriegsgott Ares gefangen gehalten. Zudem befreien sie den Titanen Kronos, der daraufhin die von ihm erschaffene Welt zu zerstören droht. Um zu retten, was zu retten ist, tut sich Perseus mit Andromeda und dem Sohn des Poseidons zusammen.

Liam Neeson überzeugt als einst mächtiger, längst ermatteter Göttervater. Ralph Fiennes entwirft einen so dämonischen wie listigen Hades. Auch Sam Worthington, den man vor allem aus James Camerons Kinohit «Avatar - Aufbruch nach Pandora» kennt, weiß erneut für sich einzunehmen. An seiner Seite kämpft die attraktive Britin Rosamund Pike («Johnny English - Jetzt erst recht») als Andromeda. Sie ist ein aparter Ersatz für Gemma Arterton, die beim «Kampf der Titanen» dabei war.

Wie schon «Kampf der Titanen» wartet auch der Fortsetzungsfilm mit fulminanten Panoramen auf. Regisseur Liebesman aber versteht sich auch aufs Kleinteilige, aufs Klaustrophobische. Zwar droht man bisweilen den Überblick zu verlieren im Gewusel all der Götter, Fabelwesen, Halbgötter, Menschen und Monster. Perseus aber - dieser innerlich zerrissene Hybrid aus Gott und Mensch - gibt dem Film ein starkes Zentrum. Die Dreidimensionalität des Action-Epos sorgt für Szenen, in denen Ungeheuern der Sprung von der Leinwand in den Kinoraum zu gelingen scheint.

Selten hat man fragilere, hinfälligere und ja, auch menschlichere, Götter gesehen als im «Wrath Of The Titans» (Originaltitel). Ein jeder hat hier seine Schwächen - ob Mensch, Halbgott oder Gott. Außerdem führt uns Liebesman die Zeitlosigkeit der griechischen Mythologie vor Augen: Liebe und Bruderzwist, väterliche Pflichten und der Ruf der Verantwortung, das ewige Ringen um die Macht...

Und auch Witz und Humor kommen nicht zu kurz in diesem bildmächtigen Sequel, das in einem furiosen Endkampf von archaischer Wucht kulminiert.

news.de/dpa

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