Film «Samsara»: Meditation über den Kreislauf des Lebens

«Samsara»: Meditation über den Kreislauf des Lebens (Foto)
«Samsara»: Meditation über den Kreislauf des Lebens Bild: dpa

Berlin - Traumhafte Landschaften, buddhistische Mönche, heilige Stätten, aber auch Waffenfabriken, Gefängnisse und zerstörte Natur - der Film «Samsara» ist eine meditative und berührende Reise durch unsere Welt und die eigene Seele.

«Samsara» stammt aus dem Sanskrit und bedeutet im Buddhismus den ewigen Kreislauf des Lebens mit der unaufhörlichen Wiederkehr von Geburt, Dasein und Tod. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Freude und Trauer, Ausgelassenheit und Leid, Schuld und Vergebung sowie dem ständigen Wandel thematisieren die beeindruckenden, durchkomponierten, ausschließlich auf 70 Millimeter gedrehten Aufnahmen.

Die Filmemacher Ron Fricke und Mark Magidson nennen ihr eindringliches Werk eine «geführte Meditation». Gut fünf Jahre arbeiteten sie in mehr als 25 Ländern an dem Film, der zu einem sogartigen Bilderrausch geraten ist. Der Soundtrack stammt von Michael Stearns, Lisa Gerrard und Marcello De Francisci. Die dokumentarische Collage hat durchaus spirituellen Charakter und ist in ihrer Zusammensetzung auch eine Mahnung, im Einklang mit der Natur zu leben.

Fricke und Magidson haben bereits den Film «Baraka» (1992) zusammen gedreht, Fricke war auch schon bei dem Werk «Koyaanisqatsi» (1982) dabei, das sich mit den Eingriffen des Menschen in die Natur befasst. Die Zuschauer können bei «Samsara» gut eineinhalb Stunden lang in atemberaubende Bilder über fremde Kulturen, Naturphänomene und archäologische Wunderbauten eintauchen und zu sphärisch-rhythmischen Klängen ihren eigenen Gedanken nachhängen.

Es gibt in diesem Film weder einen Plot, noch Darsteller, nicht einmal eine Stimme aus dem Off. Wer sich darauf nicht einlassen mag, sollte gar nicht erst reingehen.

Samsara

news.de/dpa

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