Fernsehen Out of Time

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Out of Time Bild: dpa

Hamburg - Lässig lässt sich Polizeichef Matt treiben, schließlich ist in seinem Kaff Banyan Key nichts los. Hektik und schnelle Bewegungen passen nicht in Floridas Kleinstadt-Hitze, eher schon ein Bier beim langweiligen Dienst.

Doch mit dem Müßiggang ist es vorbei, als Matt von seiner Geliebten in ein Komplott verwickelt wird, das ihn fertig zu machen droht. Denzel Washington als Polizist in der Klemme bleibt trotzdem äußerst cool.

Mit wenigen Sequenzen im kleinen Polizeirevier, auf den Straßen und am Kleinstadthafen zeichnet «Out of Time - Sein Gegner ist die Zeit» (ZDF, 22.15 Uhr) das Bild eines leichten Lebens unter der tags brennenden, abends roten Sonne Floridas. Bis Matt Zeuge wird, wie das Haus seiner Geliebten in Flammen aufgeht. Von ihr und ihrem Mann, Matts Rivalen, bleiben nur verkohlte Leichen übrig. Das Problem: Matt hat als Geliebter ein Motiv, außerdem ist noch eine Menge Drogengeld im Spiel, das Matt für die Geliebte kurzerhand aus seinem Dienst-Safe genommen hatte.

Ausgerechnet Matts in Scheidung lebende Ehefrau (Eva Mendes) übernimmt die Ermittlungen und damit die Regie in Matts Revier. Der in die Enge getriebene Polizist hockt nur durch eine Glaswand getrennt in seinem Büro - und kämpft um seine Existenz. Er vernichtet Beweise, reitet sich immer weiter rein und ermittelt auf eigene Faust.

Ein Polizist, der seinen Kopf im Kampf gegen die Zeit aus der Schlinge ziehen muss, ist zwar nicht gerade ein neuer Einfall. Und die besondere Aura zwischen Coolness und Verzweiflung, die harte Jungs in solchen Situationen auf der Leinwand ausstrahlen, umgab schon viele große Schauspieler. Denzel Washington entwickelt aber so viel Charme, dass man ihm ebenso erliegt wie den bildhübschen Frauen unter Floridas Sonne. Ein gelungener, wenn auch konventioneller Genrefilm.

news.de/dpa

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