Fernsehen Robert Atzorn «am Rande des Burnouts»

Köln - Schauspieler Robert Atzorn war nach den Dreharbeiten für den Film um die Entführung des elfjährigen Bankierssohns Jakob von Metzler «am Rande des Burnouts». Das sagte der 67-Jährige dem «Express» (Samstag). «Ich war nach dem Dreh völlig ausgepowert.

Robert Atzorn «am Rande des Burnouts» (Foto)
Robert Atzorn «am Rande des Burnouts» Bild: dpa

Die Thematik ging mir so nahe, dass ich zwei Monate danach nichts mehr machen konnte». Atzorn («Lehrer Doktor Specht») spielt im ZDF-Film «Der Fall Jakob von Metzler» den früheren Frankfurter Polizei-Vizepräsidenten Wolfgang Daschner.

Der hatte im Oktober 2002 gehofft, den entführten Jakob noch retten zu können und ließ dem Entführer Magnus Gäfgen Schmerzen androhen. Daraufhin verriet der Täter das Versteck, das Kind war aber längst tot. Daschner informierte die Staatsanwaltschaft über sein Vorgehen. Er und ein Vernehmungsbeamter wurden später wegen Nötigung verurteilt, aber nicht bestraft.

Atzorn äußerte Sympathie für Daschner. Man müsse manchmal den gesunden Menschenverstand einsetzen und einem Täter etwas härter als erlaubt auf die Füße treten, sagte Atzorn. Daschner sei es nur um das Leben des Kindes gegangen. Der Film läuft am 24. September.

news.de/dpa

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