Fernsehen Ein gutes Jahr

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Ein gutes Jahr Bild: dpa

München - Südfrankreich ist wunderschön - idyllische Städtchen und romantische Landhäuser schmiegen sich an die Hügel und Weinberge der Provence.

300 Tage im Jahr scheint die Sonne, ein sanfter Wind trägt würzige Kräuter- und Lavendeldüfte vor sich her. Doch dem erfolgreichen, zynischen Wertpapierhändler Max Skinner (Russell Crowe) aus dem tristen London erscheint dieses Fleckchen Erde alles andere als verlockend.

Als er von seinem Onkel Henry ein Weingut erbt, will er das Anwesen so schnell wie möglich wieder loswerden. Doch so einfach lässt sich dieser Deal nicht abwickeln und Max muss widerwillig erkennen, dass auch er nicht gegen den Zauber der Provence immun ist. «Ein gutes Jahr» von Ridley Scott läuft am Samstag um 20.15 Uhr bei Vox.

Bereits nach dem ersten Drittel lässt die Geschichte, die auf einem Bestseller des Engländers Peter Mayle basiert, das Ende erahnen. Ablehnung verwandelt sich allmählich in Liebe. Auch die Hindernisse auf dem Weg - etwa in Gestalt von Henrys angeblicher Tochter Christie (Abbie Cornish) können das Happy End nicht verhindern. Max gibt sein hektisches Börsenleben auf und genießt nun bei einem Glas edlen Weines aus eigenen Trauben das Leben.

Dennoch gelingt es Scott («Gladiator»), diese banale Geschichte in einen unterhaltsamen Film zu verwandeln. Es macht Spaß, zu sehen, wie Crowe («A Beautiful Mind») als profitorientierter Wertpapierhändler allmählich weich wird und unter der harten Schale ein unbeholfener, rauer Charme zum Vorschein kommt. Natürlich steckt hinter dieser Wandlung auch eine Frau: die Restaurantbesitzerin Fanny Chenal (Marion Cotillard - «Mathilde - Eine große Liebe»), als Schönheit des Dorfes gefeiert, aber trotzdem von der Liebe enttäuscht und deshalb mindestens so eigensinnig wie Max. Albert Finney als Onkel Henry, Tom Hollander als Freund Charlie Willis und Valeria Bruni Tedeschi als gestrenge französische Notarin passen sich gut in die lockere Atmosphäre des Films ein.

news.de/dpa

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