So., 26.05.13

Schwulen-Streit Madonna soll zur Hölle fahren

Unfug der Promi-Kids
Au Weia, wenn das Mama hört!

US-Musikerin Madonna droht nach ihrem Konzert in St. Petersburg mächtig Ärger, weil sie ungeachtet eines Verbotes öffentlich zur Toleranz für Homosexuelle aufgerufen hat. Vor 25.000 Menschen erklärte sie, dass jeder Mensch ein Recht auf Liebe habe.

Ihre offene Solidarität mit Homosexuellen bringt Madonna nun mächtig Ärger in Russland ein. Sie soll in St. Petersburg gegen das Verbot der Schwulenpropaganda verstoßen haben. «Wir haben Zeugen, es gibt Videoaufnahmen», sagte der Stadtabgeordnete Witali Milonow der Agentur Ria Nowosti. Er warf der Sängerin vor, während ihres Konzertes für Homosexuelle Toleranz gefordert zu haben. Darauf steht in der Touristenmetropole im Fall eines Urteils eine Geldbuße.

«Wir werden nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft mit dem Spülwasser aus der höllischen Küche des Imperiums des Bösen gefüttert wird», hatte der Politiker vor dem Konzert in seinem Internetblog gewarnt. Unter den Zuschauern seien auch Kinder gewesen. Nach dem Konzert, bei dem Madonna unter anderem eine Regenbogenfahne mit der Aufschrift «No Fear» (Keine Furcht) zeigte, werde nun Anzeige erstattet, sagte Milonow. «Entweder Madonna selbst oder die Organisatoren müssen als Gesetzesbrecher verurteilt werden», forderte der Abgeordnete.

«Wir alle verdienen Liebe», hatte Madonna am Donnerstagabend Medien zufolge vor 25.000 Menschen in der Konzertarena gesagt. Homosexuelle hätten wie jeder Mensch auf der Welt das Recht auf Gleichheit und Liebe. Konzertaufnahmen zeigten, wie sie auch auf dem nackten Rücken die Aufschrift «No Fear» trug. «Ich reise viel herum in der Welt und habe erlebt, dass die Menschen immer intoleranter werden. Aber wir können das ändern. Wir haben die Kraft», sagte Madonna der Agentur Interfax zufolge vor der jubelnden Menge.

Putin-Protest
Madonna kämpft für Pussy Riot
Video: afp

Die Sängerin hatte als Zeichen ihrer Solidarität mit den in Russland ausgegrenzten Schwulen und Lesben rosafarbene Armbänder verteilen lassen. Madonna rief ihre Anhänger auf, zum Protest gegen Intoleranz die Hände mit den Armbändern zu heben.

Vor dem Konzert hatten auf der Straße zahlreiche russisch-orthodoxe Christen mit schwulenfeindlichen Losungen gegen Madonnas Auftritt protestiert. In der russischen Touristenmetropole gilt seit kurzem ein international umstrittenes Gesetz, das «Homosexuellen-Propaganda» verbietet. Ähnliche Gesetze gibt es in mehreren russischen Städten. Sie verhindern nach Meinung von Experten auch die Aufklärung über Aids. Homosexualität selbst ist in Russland seit Anfang der 1990er kein Straftatbestand mehr.

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boi/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Peter Meyer
  • Kommentar 2
  • 11.08.2012 21:31
 

Na endlich mal jemand der dieser " abgefuckten " Putindiktatur die Stirn bietet ! RESPEKT MADONNA !

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  • Peter Meyer
  • Kommentar 1
  • 11.08.2012 21:30
 

Na endlich mal jemand der dieser " abgefuckten " Putindiktatur die Stirn bietet ! RESPEKT MADONNA !

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