Musik Eleni Mandell: Entspannt und seelenvoll

Berlin - Es ist schon ein Elend - seit Jahr und Tag veröffentlicht die Singer-Songwritern Eleni Mandell von der Kritik hoch gelobte Alben, ohne dass sie dafür die längst überfällige breite Anerkennung bekommen hätte.

Eleni Mandell: Entspannt und seelenvoll (Foto)
Eleni Mandell: Entspannt und seelenvoll Bild: dpa

Ihre Songs haben Charme, Seele, sind feinfühlig, warmherzig, romantisch, elegant und voll süßer Melancholie. Mit einem Wort: betörend. Mit ihrem aktuellen Album «I Can See The Future» versucht Eleni Mandell nun im achten Anlauf, die bestehenden Verhältnisse umzukehren. Möge die Zukunft rosarot sein - der Titel des Albums beschwört das zumindest.

Nach ihrem letzen Album «Artificial Fire» (2009) hätte sie schwere Zeiten durchgemacht - persönlich und auch beruflich -, verriet Eleni Mandell dem «Paste Magazine». Die Aufnahmen zum neuen Album hätten sie aber sehr glücklich gemacht, denn als sie damit begann, sei sie schwanger gewesen. Jetzt, wo sie Mutter ist, sei sie ein glücklicherer Mensch.

Und diese neu gefundene Balance hört man den Songs auf «I Can See The Future» an, die eine gewisse Zufriedenheit, Leichtfüßigkeit und größere Entspanntheit ausstrahlen. Die dunklen Ecken gibt es noch immer, aber mehr und mehr und mehr Licht fällt in sie ein.

Eleni Mandell liebt die traditionelle Country-Musik, die die Basis für viele ihrer Songs liefert. Natürlich kommt auch - wie schon bei ihren früheren Alben - die Pedal-Steel-Gitarre zum Einsatz. Ihr rückwärts gewandter Blick bleibt aber auch beim Teenage Rock'n'Roll, dem Pop, Swing, Jazz und sogar Gospel haften.

Auch wenn man sich immer wieder in die 60er Jahre versetzt fühlt, transportieren die geschmackvollen und dezenten Arrangements mit Streichern, Saxofon und Standbass die Songs unverkennbar in die Gegenwart. Den Takt aber gibt Eleni Mandell mit ihrer warmen und weichen Stimme und ihrer Akustik-Gitarre an. Ihre Zwillinge werden das in einem ruhigen Fluss fließende «I Can See The Future» mit Sicherheit lieben, sie dürften aber beileibe nicht die Einzigen sein.

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news.de/dpa

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