Fernsehen «Bergdoktor» Hans Sigl folgt der Kritik der Zuschauer

Rust - Der ZDF-«Bergdoktor» Hans Sigl (43) lässt sich von den kritischen Blicken seines Publikums anspornen. «Bei deutschen Fernsehserien sind die Zuschauer besonders aufmerksam.

«Bergdoktor» Hans Sigl folgt der Kritik der Zuschauer (Foto)
«Bergdoktor» Hans Sigl folgt der Kritik der Zuschauer Bild: dpa

Mich als Schauspieler bringt das voran», sagte Sigl in Rust bei Freiburg der Nachrichtenagentur dpa.

«Es animiert mich. Fernsehen wird dadurch realistischer und glaubwürdiger.» Als Dr. Martin Gruber in «Der Bergdoktor» habe er nach mahnenden Zuschauerreaktionen gelernt, stärker auf medizinische Details zu achten. «In einer US-Serie wäre eine Lungentransplantation eine Sache von zwei Minuten und alle fänden es cool. Bei uns ist der Aufschrei groß, wenn der Arzt die Spitze nicht richtig hält.» Er finde das positiv.

Der Österreicher Sigl spielt seit vier Jahren die Titelrolle in der ZDF-Serie «Der Bergdoktor». Zuletzt hatte sie in Deutschland bis zu 6,43 Millionen Zuschauer pro Folge und einen Marktanteil von mehr als 20 Prozent. Noch bis Ende Oktober laufen im österreichischen Ellmau und Umgebung die Dreharbeiten für die sechste Staffel.

«Bei medizinischen Szenen profitiere ich von den Erfahrungen meines Zivildienstes», sagte Sigl. «Ich habe damals, 1996, als Pfleger gearbeitet und hautnah erfahren, wie hart ein Job im Gesundheitswesen ist. Vor den Menschen, die dort arbeiten, ziehe ich den Hut, ich habe großen Respekt.» Als «Bergdoktor» versuche er, der Medizin ein positives Image zu geben, «ohne eine Seifenoper daraus zu machen». Sigl legt mit seiner Familie am Ammersee in Bayern.

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news.de/dpa

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