Musik Katharina Wagner bittet um Geduld

Berlin/Bayreuth - Katharina Wagner setzt zusammen mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier auf eine Verlängerung ihrer Verträge bei den Bayreuther Festspielen über 2015 hinaus.

Katharina Wagner bittet um Geduld (Foto)
Katharina Wagner bittet um Geduld Bild: dpa

«Die richtige Wirkung der Arbeit meiner Schwester und von mir kann man erst ab 2016 erkennen, das muss man ganz klar sagen», betonte Katharina Wagner am Sonntag im Deutschlandradio Kultur. 2015 inszeniert sie auf dem Grünen Hügel die Oper «Tristan und Isolde».

Es wäre aus ihrer Sicht sinnvoll, die Arbeit in Bayreuth fortzusetzen. «Wir besetzen ja zurzeit schon bis 2020 und insofern wäre es schön, wenn man eine künstlerische Handschrift dann auch sieht, denn im Prinzip kann man sie bis 2016 von uns noch nicht so erkennen, wie wir es gerne gehabt hätten.» Am 1. August beginnen auch die Vorproben für den Jubiläums-«Ring» 2013 in der Regie des Berliner Regisseurs Frank Castorf. Sie sei zuversichtlich und könne «beruhigter schlafen, wenn man weiß, das ist alles in die Wege geleitet».

Wagner antwortete auch auf die Frage, ob sie es manchmal bedauere, nicht mehr die «Allmacht» ihres 2010 gestorbenen Vaters Wolfgang Wagner auf dem Grünen Hügel zu besitzen. «Sagen wir mal so: Allmacht ist eine Sache. Was ich aber vor allem bedauere ist, dass sich die Struktur sehr verkompliziert hat, der verwaltungstechnische Anspruch hat sich, glaube ich, verzehnfacht, die Formalismen sind unglaublich angestiegen. Also die schnellen unbürokratischen Wege vermisst man schon. Andererseits muss man dabei auch berücksichtigen, dass wir öffentlich bezuschusst werden. Und dass Steuergelder sehr scharf kontrolliert werden, ist im Prinzip nur richtig, das ist kein Gängeln, das ist das Spiel.» Aber die Verwaltungsstrukturen müssten sich am Grünen Hügel ändern, das sei für sie und ihre Schwester eine Grundvoraussetzung.

Bayreuther Festspiele

Deutschlandradio

news.de/dpa

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