Fernsehen Duell um die Welt

Berlin - Joko Winterscheidt (33) lernt im Regenwald von Ecuador ein geheimnisvolles Gebräu der Einheimischen kennen. «Baumrinden-LSD meets das schlimmste Gras der Welt», sagt er dazu.

Duell um die Welt (Foto)
Duell um die Welt Bild: dpa

Klaas Heufer-Umlauf (28) muss sich im asiatischen Macau 233 Bungee-Meter in die Tiefe stürzen. ProSieben hat Joko & Klaas, die jungen Wilden des deutschen Fernsehens, an diesem Samstag (20.15 Uhr) zum «Duell um die Welt» geschickt. Im Studio wird der «World Champion» gekürt. Wie bei der zweiten Staffel der Spielshow «17 Meter» bestreiten die beiden Moderatoren damit wieder einen Samstagabend.

Die letzten Jahre lief es gut für die ehemaligen MTV-Stars: Im Digitalsender ZDFneo («neoParadise») und bei ProSieben etablierten sich Joko & Klaas als Publikums- und Medienlieblinge. Sogar für «Wetten, dass..?» wurden sie gehandelt. «Ich finde es in erster Linie nett, dass uns das zugetraut wird, egal von wem», erzählt Klaas beim dpa-Interview in Berlin. «Aber wir haben uns daran nicht beteiligt, und wir wurden auch nicht gefragt.» Bei der Goldenen Kamera brodelte im Winter die Gerüchteküche, die beiden Jungstars würden die Nachfolger von Thomas Gottschalk. Das ZDF entschied sich für Markus Lanz.

Der Medienhype ist fürs erste vorbei. Nun also ein TV-Wettkampf mit Impfmarathon und Weltreise: Für Joko ging es gen Westen, für Klaas gen Osten. Spontan mag «Das Duell um die Welt» mit seinen fiesen Aufgaben an die Stuntshow «Jackass» erinnern. Ganz so derbe soll es aber nicht sein, eher unterhaltsam. «Bei uns misst sich der Unterhaltungsgrad nicht nur daran, wie hart der Schmerz oder wie hoch die Verletzungsgefahr ist», erklärt Klaas. Es gehe auch darum, dem Land gerecht zu werden.

So wagt sich der Moderator auch nach Varanasi, die heilige indische Stadt, in der ein Priester erklärt, was hinter den Rauchwolken steckt: Leichen werden verbrannt. «Wir erlauben uns mehr ernste Momente, als man vielleicht vermuten würde», sagt Klaas. «Nicht immer, aber da, wo es angebracht ist. Ich habe nie das Gefühl gehabt, wir sind in ein Land gefahren und haben alle verarscht.»

Bei den Aufgaben, die sich die TV-Gegner stellten, wurden die beiden richtig akribisch. «Keiner kennt Joko so gut wie ich, seine Ängste und Phobien. Ich weiß, er kriegt Höhenangst, wenn er auf der vierten Stufe einer Leiter steht», sagt Klaas. Joko entgegnet: «Das hast du mehrfach genutzt.» Er wusste, dass sein Konkurrent große Menschenaufläufe nicht mag und schickte ihn passenderweise nach Tokio - mit der Aufgabe, der größte Freak der Stadt zu werden.

Lästereien über die deutsche Fernsehunterhaltung hört man von den beiden nicht. Klaas: «Man muss sich überlegen, was man mag - es gibt viele gute Sendungen.» Die Karriere als Duo ist den beiden zufolge nicht geplant, sondern hat sich ergeben. «Es ist eher so, dass Minus und Minus Plus ergibt», sagt Joko. Und: «Eine Show wie "17 Meter" würde allein nicht funktionieren.» Es zwinge sie ja niemand, so Klaas. «Es ist absolut freiwillig.»

Quoten sind für ihn nicht die alleinige Entscheidungsgrundlage, ob etwas gut oder schlecht ist. «Aber letztendlich ist es die Währung, in der gezahlt wird - und das kriegt jeder zu spüren», sagt Klaas. «Wenn man sich entscheidet, beim großen Fernsehen mitzumachen, kann man sich nicht erschrecken, wenn auf einmal jemand mit der Quote um die Ecke kommt. Das ist nun mal so.»

«Das Duell um die Welt»

news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig