«Shades of Grey» SM-Expertin warnt vor Nachahmung

Unterhaltungsroman oder Handbuch für Anfänger? Der Sadomaso-Roman Fifty Shades Of Grey dient nach Ansicht einer Expertin nicht als Lehrbuch für gewagte Experimente.

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Der Sadomaso-Bestseller Fifty Shades Of Grey taugt nach Ansicht von Experten nur bedingt als Inspiration für das eigene Sexleben. «Als Handbuch zum BDSM ist dieses Buch garantiert nicht geeignet», sagte Silke Niggemeier vom Verein SMart-Rhein-Ruhr mit Verweis auf Praktiken wie Sadomasochismus und Fesselspiele (Bondage). So seien die im Roman erwähnten Kabelbinder kein sicheres Utensil. Der Roman hebe aber sehr gut hervor, wie wichtig Kommunikation in sadomasochistischen Beziehungen sei.

Sicherer und einvernehmlicher Sex zwischen seelisch gesunden Partnern steht der Paar- und Sexualberaterin zufolge beim Sadomasochismus im Vordergrund. «Wir distanzieren uns jederzeit von jeglichem Missbrauch wehrloser und hilfloser Personen», betonte sie.

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Neulinge sollten sich unbedingt vor ersten Experimenten fundiert informieren. Ihr Verein biete dazu in mehreren Städten Stammtische an, die auch Nicht-Mitgliedern offen stünden.

Ungeachtet des großen öffentlichen Interesses an Fifty Shades Of Grey ist Sadomasochismus laut der Vereinssprecherin noch weitgehend tabuisiert. Daher werde in der Szene aus Angst vor öffentlichem Outing oft nur auf Basis von Vornamen kommuniziert. «BDSMer haben sozusagen momentan gesellschaftlich ein ähnliches Standing wie Homosexuelle in den 60ern», sagte die Sprecherin in Paderborn. Schätzungen zufolge würden etwa drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland aktiv BDSM praktizieren.

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SMart-Rhein-Ruhr wurde 1992 gegründet. Der Verein hat den Angaben zufolge derzeit 131 Mitglieder und ist in 13 Städten vertreten. Die Organisation ist Mitglied der Bundesvereinigung Sadomasochismus (BVSM), einem beim Deutschen Bundestag eingetragenen Lobbyverband.

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rut/news.de/dapd

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • eo no
  • Kommentar 2
  • 17.07.2012 13:15

Nach allem was ich seit Jahrzehnten mitkriege macht es m/w sehr viel Spaß/Vergnügen den Po anderer Leute rot wie den eines Pavians leuchten zu sehen. Das nennt sich Erziehung im Elternhaus - Schulen ...und Sieht man sich auf Youtoube um - erfährt man wie verzückt Männer über "gestreamte" Pos sind die dann zudem hart wie ein Brett sein dürften .. ursprünglich wohl mit dem Ziel: aktuell ziemli cheSchmerzen und dann noch Tagelang weder richtig sitzen noch laufen können. Es nennt sich Körperverletzung und sind in jedem Fall neurotische Auswüchse von der Gesellschaft stets toleriert worden

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  • gemd
  • Kommentar 1
  • 16.07.2012 12:05

Wie krank ist diese Gesellschaft nur bzw. wird krank gemacht, um sie besser manipulieren zu können. Das Schlimme ist nur, daß die meisten Leute es gar nicht merken.

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