Kunst Kongolesische Kunst kommt nach Dortmund

Dortmund - Mit der bislang größten Schau kongolesischer Kunst in Deutschland will die Stadt Dortmund einen Einblick in das von Krisen geschüttelte afrikanische Land geben.

Kongolesische Kunst kommt nach Dortmund (Foto)
Kongolesische Kunst kommt nach Dortmund Bild: dpa

25 Künstler zeigen von Freitag an Fotos, Gemälde, Skulpturen und Plakate an zwei Ausstellungsorten in der Ruhrmetropole.

«Das ist die breiteste Präsentation kongolesischer Arbeiten in Deutschland», sagte der Dortmunder Stadtdirektor Jörg Stüdemann.

Die Veranstaltungsreihe «Kinshasa - Stadt der Bilder» nähert sich der Kunstszene des zentralafrikanisches Staates von zwei Seiten. Zum einen zeigen surrealistische Arbeiten, wie Kongelesen die Verfremdung oder Karikatur in der Kunst einsetzen: Die Ausstellung «Le surréel Congo» ist im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen.

Oft helfe die Kreativität über die bitteren Umstände und die dunkle Geschichte des Landes hinweg. Der offiziell 2003 beendete Bürgerkrieg im Kongo gilt als größter militärischer Konflikt Afrikas. 3,8 Millionen Menschen kamen dabei ums Leben.

Im zweiten Teil der Ausstellungsreihe kommentieren bunte Plakate von 14 Amateurmalern den oft chaotischen Stadtalltag in Kinshasa. «Die Schilder sind fast immer unterhaltsam gebaut, fast immer ist ein Augenzwinkern darin.» Die Amateurkünstler der «Art Populaire» zeichnen auch Piktogramme für die vielen Analphabeten in Kinshasa, etwa um an einem Geschäft bildlich zu zeigen, was es darin zu kaufen gibt. Die Schau «Kinshasa Days - Kinshasa Nights» ist von Freitag an in der Thier-Galerie in Dortmund zu sehen.

Besonders freut sich Stüdemann auf ein Bild von zwei Vertretern der «Art Populaire»: Sie haben versprochen, ihre Vorstellung von Dortmunder Einkaufsszenen zu malen - ohne jemals in Deutschland gewesen zu sein.

Beschreibung der Ausstellung Museum für Kunst und Kulturgeschichte

news.de/dpa

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