Musik Paul McCartney beschwört seine Hippie-Zeit

Paul McCartney beschwört seine Hippie-Zeit (Foto)
Paul McCartney beschwört seine Hippie-Zeit Bild: dpa

Berlin - Fast auf den Tag genau 41 Jahre nach dem ersten Erscheinen seiner zweiten Solo-LP hat Sir Paul McCartney «Ram» noch einmal auf den Markt gebracht.

Im Sound auf den neuesten technischen Stand gebracht, ist das Werk jetzt in verschieden ausgestatteten Formaten erschienen: als Einzel- oder Doppel-CD, Box-Set mit DVD (Deluxe Edition) und auf Vinyl.

Noch überschattet von der welterschütternden Trennung der Beatles, landete «Ram» 1971 zwar international in lichten Höhen der Charts und brachte McCartney den ersten Grammy Award ein, die Kritik zeigte sich seinerzeit jedoch wenig begeistert von den Songs, die der Sänger und Songwriter zusammen mit seiner damaligen Frau Linda (1941-1998) in der Einsamkeit Schottlands geschrieben hatte. Aufgenommen wurden sie zusammen mit Studiomusikern und den New Yorker Philharmonikern in den USA.

Was ist es, das den Ex-Beatle heute mit seinen fast 70 Jahren noch antreibt, seinen Backkatalog Stück für Stück zu überarbeiten und neu zu veröffentlichen? Ist es das Streben nach noch mehr Anerkennung? Vielleicht ja: Für seine ebenfalls bereits wiederveröffentlichte Platte «Band On The Run» zusammen mit den Wings hat er wenigstens dieses Jahr einen Grammy in der Kategorie «Bestes historisches Album» erhalten.

Soviel ist aber so gut wie sicher: Tantiemen können kaum der Motivator gewesen sein, sein Archiv zu durchstöbern. Sir Paul hat gewiss genug Geld, um den Rest seines Lebens in mehr als saturierten Verhältnissen zu bestreiten. Die «Sunday Times» hat aktuell das Vermögen des Briten und seiner neuen Frau, der amerikanischen Unternehmerin Frau Nancy Shevell, auf nicht weniger als 665 Millionen Pfund (fast 833 Millionen Euro) beziffert.

McCartney selbst nennt seine wahren Beweggründe in einer Presserklärung zum Reissue beim Namen: Das Album «Ram» sei Teil seiner persönlichen Geschichte. «Es erinnert mich an meine Hippie-Zeit und das Gefühl von Freiheit, durch das es geprägt wurde. Ich hoffe, es gefällt Ihnen, denn mir gefällt es sehr!»

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news.de/dpa

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