Kunst Die Hauptorte der documenta

Kassel - Noch nie wurden während einer documenta an so vielen Orten in Kassel Kunstwerke gezeigt.

Die Hauptorte der documenta (Foto)
Die Hauptorte der documenta Bild: dpa

Eine Auswahl:

Die KARLSAUE ist diesmal der größte und wichtigste documenta-Ort. Rund 30 Kunstwerke sind in Hütten und unter freiem Himmel zu sehen. Die Karlsaue geht auf einen geometrisch geformten Lustgarten zurück, der 1586 auf der Insel zwischen Fulda und kleiner Fulda angelegt wurde. Heute ist sie mit ihren 125 Hektar Grünfläche ein beliebter Erholungsort. Seit der documenta II wurde die Karlsaue regelmäßig für Außenprojekte genutzt, in Erinnerung ist zum Beispiel der «Eis Pavillon» von Thomas Schütte bei der documenta 8 (1987). Im Auepark entstand 2010 auch das erste Kunstwerk zur documenta (13), Giuseppe Penones «Idee di Pietra». Auch die barocke ORANGERIE an der Karlsaue wird bespielt.

Das FRIDERICIANUM am Friedrichsplatz ist in Nicht-documenta-Jahren eine Kunsthalle für zeitgenössische Kunst und während der documenta (13) der Hauptaustragungsort für überdachte Kunstwerke. Es wurde zwischen 1769 und 1776 im klassizistischen Stil von Simon Louis du Ry gebaut und gilt als das erste öffentliche Museum auf dem europäischen Festland.

Die DOCUMENTA-HALLE schmiegt sich an den Hang zur Karlsaue an. Der langgestreckte Glasbau wurde 1992 vom Architektenbüro Jourdan und Müller errichtet. Direkt neben dem Kasseler Staatstheater wurde sie immer wieder auch als Spielort genutzt.

Das GLORIA KINO wurde 1953/1954 vom Bad Hersfelder Architekten Ernst Flemming gebaut. Als eines der ersten wiederaufgebauten Häuser der heutigen Friedrich-Ebert-Straße war es als Lichtspieltheater konzipiert und eröffnete am 18. Februar 1954 mit Paul Martins Film «Die Privatsekretärin». Mit seinem Ambiente hat es bis heute seinen Charme und seine Popularität erhalten.

Die NEUE GALERIE wurde zwischen 1869 und 1877 von Heinrich Dehn- Rothfelsen erbaut und ist bis Ende 2011 grundlegend saniert worden. Sie liegt an der «Schönen Aussicht» und tatsächlich hat man von dem Gebäude einen Panoramablick auf die Karlsaue. Ein Schwerpunkt in der Neuen Galerie ist die Geschichte der documenta, viele frühere documenta-Kunstwerke sind hier zu sehen.

Der HAUPTBAHNHOF war Kassels zentraler Kopfbahnhof, bis 1991 die Fernzüge über den neuen ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe geführt wurden. Bereits 1997 und 2002 diente der auch Kulturbahnhof genannte Bahnhof als documenta-Ausstellungsort. Beherrscht wird er durch den «Man walking to the Sky» von Jonathan Borofsky (documenta 9) auf dem Bahnhofsvorplatz.

Das sanierte BRÜDER-GRIMM-MUSEUM im 1714 erbauten barocken Palais Bellevue ist erst Ende Januar 2012 nach mehrjähriger Umbauzeit eröffnet worden. Bis Mai war noch eine Sonderschau zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm zu sehen, dann zog die documenta ein. Der bulgarische Konzeptkünstler Nedko Solakov präsentiert dort sein Konzept einer modernen Art des «Geschichten-Erzählens» («Story Telling»).

documenta (13)

news.de/dpa

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