Fernsehen Gottschalk sieht Internet als «destruktives Medium»

Berlin - Am Tag nach der letzten Ausgabe seiner Vorabendshow hat sich Thomas Gottschalk (62) über Web-Kommentare ausgelassen.

Gottschalk sieht Internet als «destruktives Medium» (Foto)
Gottschalk sieht Internet als «destruktives Medium» Bild: dpa

«Im Online-Bereich sind natürlich auch die Nörgler unterwegs», sagte Gottschalk am Donnerstagabend in einer per Livestream übertragenen Sendung bei «Spiegel Online». «Jemand, der sich hinsetzt, um sich zu mir Gedanken zu machen, der hat sie ja nicht alle.»

Der Entertainer stellte sich Fragen der Autorin Jenni Zylka und des Redakteurs Stefan Kuzmany. Sie hatten Gottschalk nach der Häme gefragt, die angesichts seines Scheiterns mit der ARD-Show «Gottschalk Live» vielfach im Netz kursiert.

Die weit verbreiteten Negativ-Kommentare im Internet seien für ihn allgemein «ein unglaubliches Phänomen», sagte Gottschalk. Er lese unter Artikeln im Web so gut wie nie Äußerungen, die positiv seien. Das Internet sei wohl ein «destruktives Medium». Viele Leute schrieben dort «aus der Deckung heraus und mit einer grundablehnenden Haltung».

Gottschalks ARD-Show-Versuch nach den erfolgreichen ZDF-«Wetten, dass..?»-Jahren wurde nach nur viereinhalb Monaten abgesetzt. Die Sendung erfüllte die Quotenerwartungen nicht und kam durchschnittlich nur auf 1,21 Millionen Zuschauer, was 4,8 Prozent Marktanteil entsprach - nur etwa die Hälfte dessen, was die ARD als Ziel ausgegeben hatte.

Sendung mit Gottschalk

news.de/dpa

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