Fernsehen Die Jagd nach dem weißen Gold

Die Jagd nach dem weißen Gold (Foto)
Die Jagd nach dem weißen Gold Bild: dpa

Berlin - Afrika kommt immer gut: Schöne Landschaften, wilde Tiere, viel Sonne - und für europäische Produktionsfirmen immer noch ein kostengünstiger Platz, um abendfüllende Film fürs Fernsehpublikum herzustellen.

Jetzt liegt ein neues Werk vor, hergestellt von der U5 Filmproduktion, das das ZDF an diesem Montag (20.15 Uhr) ausstrahlt: In dem Drama «Die Jagd nach dem weißen Gold» geht es, wie der Titel schon sagt, um viel Elfenbein und viele Elefanten.

In der Hauptrolle spielt Walter Sittler zum zweiten Mal einen deutschen Botschafter in Afrika. In Sambia soll Sebastian Gerber nicht nur die diplomatischen Beziehungen pflegen, sondern auch den Weg für eine deutsche Firma bei der Ausbeutung einer Kupfermine ebnen. Die Sambierin Ashanti (Gontse Ntshegang) will genau das Gegenteil und versucht mit allen Tricks, Sebastian von seinem Plan abzubringen. Dabei bringt sie seine Freundin Karen (Katharina Abt) zur Weißglut.

Als hätte der Botschafter nicht schon genug Ärger am Hals, taucht zu seinem Unwillen noch Tochter Lilly (Sandra Bormann) auf, die sich nach ihrem Medizinstudium mit Umweltschützern auf die Jagd nach Wilderern begibt, um den Abschuss von Elefanten zu verhindern. Vater Sebastian muss all seine Kräfte aufbieten, um Lilly und schließlich auch sich selbst aus der Gefahr zu befreien. Und dann macht er Karen noch einen Heiratsantrag - es riecht nach einem weiteren Film mit Botschafter Gerber.

Ein ZDF-Drama mit politischen Hintergründen - das liegt dem 59-jährigen Walter Sittler, der sich auch privat schon politisch engagiert hat: So hat er 2010 in der Bundesversammlung bei der Präsidentenwahl mitgemischt und sich bei den Bürgerprotesten gegen den Bau des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs eingesetzt. Der Beruf des Botschafters und des Bundespräsidenten gehören für Sittler zu den «schönsten politischen Berufen», wie er in einem ZDF-Interview sagte. «Hätte ich rechtzeitig daran gedacht, wäre es eine Möglichkeit gewesen, so darf ich ihn aber wenigstens spielen.»

Für Produzent Norbert Walter ergaben sich beim Dreh in Südafrika unerwartete Schwierigkeiten: Einen toten Elefanten konnte er nicht auftreiben. Der nächste, der ihm gemeldet wurde, sei 600 Kilometer entfernt in Johannesburg aufgefunden worden - zu weit, zu teuer. Aber halb so wild: Es wurde dann - viel besser noch - mit einem Kunststoff-Dummy gefilmt. «Für unseren Film wurde kein einziges Tier verletzt oder gar getötet», sagt Walter. Die anderen toten Dickhäuter seien «digital hergestellt und ins Bild montiert» worden.

news.de/dpa

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