Film Detlev Buck liebt die Abwechslung

Liebstadt - Der Filmemacher Detlev Buck (49) liebt bei seinen Projekten die Abwechslung. «Bei meinem Filmgeschmack ist es das Drama, was mich total berührt, und eine gut gemachte Komödie», sagte der Regisseur der Nachrichtenagentur dpa in Liebstadt (Sächsische Schweiz).

Detlev Buck liebt die Abwechslung (Foto)
Detlev Buck liebt die Abwechslung Bild: dpa

Beides seien Herausforderungen, bei denen er selbst auch Erfahrungen mache, wie bei der 3D-Verfilmung von Daniel Kehlmanns Bestseller «Die Vermessung der Welt» - einem ernsteren Stoff. «Ich mische immer die Genres, weil ich mich ungern wiederhole; sonst würde mich das auch langweilen.»

Für Buck war die Zusammenarbeit mit Kameramann Slawomir Idziak («Harry Potter») ein Abenteuer. Der Stoff und Kehlmanns frischer Umgang damit hätten ihn gereizt. «Man erfährt etwas von der Zeit und den Persönlichkeiten», sagte Buck. Die Wissenschaftler Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß wollten ja was verändern. «Die suchen eigentlich einen Partner, aber in ihrer Egozentrik können sie das gar nicht zulassen», machte Buck neugierig auf den Film, der am 25. Oktober in die Kinos kommt. «Sie sind vollkommen in ihrer Arbeit verzettelt, manchmal wie verrückte Filmemacher auch.»

Das gedrehte Material sei gerade im Schnitt, die Mischung werde fünf Wochen dauern. «Ich werde musikalisch noch einiges zu tun haben und dann bestimmt drei Wochen rumsabbeln, also Werbung machen.» Aufmerksamkeit zu bekommen für Filme werde ja immer schwieriger.

Buck rechnet auch mit geteilter Resonanz. «Ich weiß genau, welche Szenen beim anspruchsvolleren und welche beim nicht so anspruchsvollen Publikum besser ankommen werden.» 2012 wird der Erfolgsregisseur keine Spielfilme machen. «Wir haben leider drei Ablehnungen bekommen, auch für einen Kinderfilm.»

Es gebe teils zu viele Projekte. Zudem hätten zum Beispiel Fernsehsender Angst um die Quote. «Die Angst ist ein ganz schlechter Ratgeber, wenn man Programm und Filme machen will», sagte Buck. Er geht gerade mit einem historischen Roadmovie schwanger. «Aber wir müssen sehen, ob wir das realisieren», sagte er, ohne konkret zu werden. «Das Thema ist Toleranz.» Es betreffe alle Bereiche der Gesellschaft, von Politik über Religion bis zur Liebesbeziehung. «Ein Thema - schön, aktuell und schwierig.»

Gespräch: Simona Block, dpa

news.de/dpa

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