Fernsehen «Verstehen Sie Spaß?»: Auf und Ab nach Kurt Felix

Berlin - Die Verladeshow «Verstehen Sie Spaß?» gehört zu den großen Klassikern im deutschen Fernsehen. Kurt Felix prägte ab 1981 das erste Jahrzehnt der Sendung, in der er die armen Opfer der versteckten Kamera reihenweise in die Falle lockte: Rolltreppen, die ihre Richtung wechselten, Drehtüren, die nicht mehr aufgingen, oder unten offene Plastiktüten im Supermarkt.Nach dem Abschied von Paola und Kurt Felix im Jahr 1990 begann indes eine neue Ära im Fernsehen: Die privaten Sender nahmen in ihrer Entwicklung Fahrt auf, neue Shows wurden geboren, manche Klassiker sahen alt aus.

«Verstehen Sie Spaß?»: Auf und Ab nach Kurt Felix (Foto)
«Verstehen Sie Spaß?»: Auf und Ab nach Kurt Felix Bild: dpa

Bald sprach alle Welt von der «Traumhochzeit» bei RTL oder von «Nur die Liebe zählt» auf Sat.1, aber die Unterhaltung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verlor an Publikum.

Rettungsanker mussten her. 1992 übernahm der Entertainer und Komiker Harald Schmidt die ARD-Show, konnte sich mit seinem zuweilen sehr spitzen Humor nicht bei den Zuschauern durchsetzen, die den traditionellen Kamera-Spaß sehr ernst nahmen. Die Quoten sanken und stiegen auch kaum, als 1996 zunächst Dieter Hallervorden und 1998 Cherno Jobatey das Ruder in die Hand nahmen. Beide passten nicht recht in das Format.

Erst 2002 kehrte wieder ein wenig Stabilität zurück, als Show-Altmeister Frank Elstner die Regie übernahm. Er sah seine Aufgabe 2009 als erfüllt an und leitete mit der Übergabe an Guido Cantz, der seit 2010 die Moderation innehat, den Generationenwechsel ein. Der 40-jährige Kölner verkauft professionell als Komiker und Karnevalist den Frohsinn. Zuletzt verbuchte Cantz knapp fünf Millionen Zuschauer bei sich in der Show.

news.de/dpa

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