Fernsehen The Italian Job - Jagd auf Millionen

The Italian Job - Jagd auf Millionen (Foto)
The Italian Job - Jagd auf Millionen Bild: dpa

Hamburg - Ein letzter Millionen-Coup soll dem in die Jahre gekommenen Safeknacker John Bridger (Donald Sutherland) genug Geld fürs Alter sichern.

Gemeinsam mit fünf jungen Männern raubt er in Venedig auf spektakuläre Weise einen Tresor mit Goldbarren im Wert von 35 Millionen US-Dollar. «Traue jedem, nur nicht dem Teufel in ihm», lautet Bridgers Credo, das ihm in «The Italian Job - Jagd auf Millionen» zum Verhängnis wird: Komplize Steve (Edward Norton) ist ein Verräter und haut in den verschneiten Alpen mit dem Gold ab. Mit raffinierten Plänen macht sich die Bande daran, die Beute ein Jahr später in Los Angeles zurückzuerobern.

«The Italian Job» (ARD, 22.15 Uhr) von Regisseur F. Gary Gray ist ein technischdurchgestyltes und inhaltlich aufgepepptes Remake des gleichnamigen Hollywood-Klassikers von 1969. Damals jagte der britische Schauspieler Michael Caine die Millionen. Gray verlegt die Handlung allerdings von Turin ins romantischere Venedig. Für die rasanten Verfolgungsjagden auf Booten durch die Kanäle der Stadt wurden eigens Teile der Verkehrsgesetze novelliert.

Was aber vom Original bleibt, ist der Autotyp, mit dem gejagt und verfolgt wird: Der Mini, der heute wieder Kultstatus hat. Laut Produktionsnotizen kamen 32 der kleinen Wagen während des Drehs zum Einsatz und flitzten durch Straßen und U-Bahn-Tunnel von Los Angeles.

Die Bande besteht aus den üblichen Verdächtigen: Der etwas farblose und sensible Kopf der Bande, Charlie Croker (Mark Wahlberg). Sprengstoff-Experte Left Ear (HipHop-Künstler Mos Def) ist taub auf einem Ohr. Fahrer Handsome Rob (Jason Statham) liebt die Frauen und schicke Sportwagen. Der schüchterne Lyle (Seth Green) ist der Computer-Freak, der die Ampelschaltungen in Los Angeles manipuliert. Bridgers schöne und clevere Tochter Stella (Charlize Theron) wird als Safeknackerin eingestellt. Und Bösewicht Steve ist gierig und verschanzt sich einsam in einer protzigen Villa: Völlig fantasielos hat er sich die Träume seiner Komplizen erfüllt.

Die jungen Protagonisten wirken wie eine harmonische und oft harmlose Popband, was nicht überrascht, denn Regisseur Gray hat sich auch auf dem Musikvideo-Markt einen Namen gemacht. Gray setzt auf Details und lässt skurrile Nebencharaktere auftreten. Auch die Realität hält Einzug im Film: Computerfreak Lyle ist überzeugt, er sei der wahre Erfinder des berühmten Musik-Download-Programms «Napster» und nicht etwa Shawn Fanning. Lyle glaubt, dieser habe ihm das Programm geklaut, während er ein Nickerchen gemacht hat. Fanning selbst taucht mit einem diebischen Grinsen als Gaststar für eine kurze Sequenz im Film auf.

Liebe, Action, spektakuläre Naturaufnahmen von Alpengletschern und Humor - von allem bietet «The Italian Job» ein bisschen und tritt damit niemanden auf die Füße. Die Geschichte ist vorhersehbar und vieles deutet von Anfang an darauf hin: Ja, sie kriegen das Geld und Stella verliebt sich in einen der Kerle. Es macht dennoch Spaß zu verfolgen, auf welchen abstrusen Wegen die Geschichte ihren Lauf nimmt und wann Bösewicht Steve endlich merkt, dass er verloren hat.

news.de/dpa

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