Literatur Felicitas Hoppe: Spiel mit Wahrheit und Fiktion

Darmstadt - Ihr jüngstes Buch heißt schlicht und einfach «Hoppe»: Keine Autobiografie, sondern eine «Biografie über Felicitas Hoppe», wie die 51-jährige Autorin in einem Interview sagte.

Felicitas Hoppe: Spiel mit Wahrheit und Fiktion (Foto)
Felicitas Hoppe: Spiel mit Wahrheit und Fiktion Bild: dpa

Selbstbewusst fügte sie hinzu: «Und die war, unter uns gesagt, längst überfällig.»

Hoppe, die jetzt den Büchnerpreis 2012 zugesprochen bekam, debütierte 1996 mit dem Kurzgeschichten-Band «Picknick der Friseure». Drei Jahre später legte sie - nach einer Weltreise auf einem Frachtschiff - ihren ersten Roman «Pigafetta» vor, sie erzählt darin die Geschichte eines Containerfrachtschiffs, das von Hamburg aus die Welt umfährt. Es folgten «Paradiese, Übersee» (2003), die Porträtgalerie «Verbrecher und Versager» (2004), der Roman «Johanna» (2006) und die Neuerzählung des Ritterromans «Iwein Löwenritter» (2008).

Ihre Bücher «unterlaufen virtuos die Grenzen von Wahrheit und Fiktion, Selbsterkenntnis und Rollenspiel», urteilte die Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Hoppe wurde für ihr literarisches Werk vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie den aspekte-Literaturpreis, den Heimito von Doderer-Literaturpreis und den Rattenfänger-Literaturpreis ihrer Heimatstadt Hameln.

Die Autorin wurde am 22. Dezember 1960 in Hameln an der Weser geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften, Rhetorik, Religionswissenschaften, Italienisch und Russisch. Seit 1996 lebt sie in Berlin als freie Schriftstellerin.

Interview mit Hoppe bei fischerverlage

news.de/dpa

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