Literatur Christina Viragh erhält Übersetzerpreis

Offenburg - Die ungarisch-schweizerische Übersetzerin und Schriftstellerin Christina Viragh hat den Europäischen Übersetzerpreis erhalten. Gewürdigt wurden damit das außerordentliche Sprachgefühl und Kulturverständnis der 59-Jährigen, sagte eine Sprecherin der Jury bei der Preisverleihung am Sonntag im badischen Offenburg.

Christina Viragh erhält Übersetzerpreis (Foto)
Christina Viragh erhält Übersetzerpreis Bild: dpa

Viragh habe sich als eine der herausragenden Übersetzerinnen von Prosa und Lyrik einen Namen gemacht. Sie beweise sprachliche wie kulturelle Sensibilität beim Übersetzen bedeutender ungarischer Literaturwerke. Der Preis, der 2006 ins Leben gerufen wurde und alle zwei Jahre vergeben wird, ist mit 15 000 Euro dotiert.

Die in Budapest geborene Viragh, die in der Schweiz aufgewachsen ist und lange dort lebte, habe sich um die ungarische Literatur verdient gemacht, hieß es. Hervorgehoben wurden ihre Übersetzungen der Werke der ungarischen Schriftsteller Péter Nádas und Imre Kertész. Zuletzt hat Viragh die Nádas-Trilogie «Parallelgeschichten» ins Deutsche übertragen. Viragh, die in Rom lebt, ist seit 1999 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis erhielt die in Stuttgart geborene Übersetzerin Agnes Relle. Sie hat sich den Angaben zufolge als Expertin für die junge ungarische Literaturszene einen Namen gemacht.

Der Europäische Übersetzerpreis wird gestiftet von der Stadt Offenburg und der Hubert-Burda-Stiftung. Eine Kommission legt stets aufs Neue fest, welche Übersetzungen in welcher Sprache für den Preis infrage kommen. Für dieses Jahr stand Ungarn im Mittelpunkt.

Übersetzerpreis

news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig