USA Walt Disney arbeitet an zweitem «Avengers»-Film

Walt Disney arbeitet an zweitem «Avengers»-Film (Foto)
Walt Disney arbeitet an zweitem «Avengers»-Film Bild: dpa

Burbank - «Iron Man», «Captain America» und die anderen Superhelden aus den Marvel-Comics dürfen ein zweites Mal die Welt retten: Weil der Film «Avengers» wie einem Bombe beim Publikum eingeschlagen hat, werkelt der weltgrößte Unterhaltungskonzern Walt Disney bereits an einer Fortsetzung.

Das verriet Disney-Boss Robert Iger am späten Dienstagabend, als er die jüngsten Geschäftszahlen vorstellte. Ins Detail ging er nicht.

«Es ist ein fantastischer Film», sagte Iger. «Hier zeigt sich, warum wir Marvel so lieben.» Der Micky-Maus-Konzern hatte die legendäre Comic-Schmiede 2009 geschluckt. Die weltberühmten Charaktere kämpfen unter dem Disney-Banner nun höchst erfolgreich auf der Kinoleinwand gegen das Böse. Im kommenden Jahr werden nach Igers Angaben «Iron Man 3» und «Thor 2» herauskommen, 2014 erscheint «Captain America 2».

Bei «Avengers» treten die Superhelden gemeinsam auf. Mit einer Star-Besetzung aus Hollywood-Größen wie Robert Downey Jr. («Iron Man»), Chris Hemsworth («Thor») und Scarlett Johansson («Black Widow») hat der Film weltweit bereits mehr als 702 Millionen Dollar (533 Mio Euro) eingespielt. Er steht auf Platz eins der Kino-Hitliste. Beobachter trauen dem Streifen zu, einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten zu werden.

In den deutschen Kinos war der Film am 26. April angelaufen. Damit fließen die Einnahmen der «Avengers» in die kommende Zwischenbilanz ein. Doch auch ohne den Blockbuster stieg der Disney-Umsatz im zweiten Geschäftsquartal um 6 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Dieses Kunststück gelang Disney, obwohl sich das Fantasy-Spektakel «John Carter» als teurer Flop an der Kinokasse entpuppte.

Dass Disney besser abschnitt als im Vorjahreszeitraum, lag an einem starken Fernsehgeschäft, den beliebten Freizeitparks und den begehrten Fanartikeln. Unterm Strich blieb von Januar bis März ein Gewinn von gut 1,1 Milliarden Dollar hängen. Das war ein Plus von 21 Prozent. Besonders kräftig legten die Freizeitparks zu - mit Ausnahme des europäischen Ablegers nahe Paris, wo die Zahl der Gäste rückläufig war. In den USA dagegen konnte Disney sogar die Ticketpreise erhöhen und dennoch kamen mehr Besucher. Disney betreibt auch eine Flotte an Kreuzfahrtschiffen und Hotels.

Disneys größtes Standbein ist und bleibt aber das Fernsehgeschäft mit dem Flaggschiff ABC, den ESPN-Sportkanälen sowie den Disney-Familienprogrammen. Hier sprudelten die Werbeeinnahmen.

Die Filmstudio-Sparte rutschte wie erwartet ins Minus mit operativ 84 Millionen Dollar. Disney hatte bereits vor Wochen gewarnt, dass der mit aufwendigen Spezialeffekten produzierte Film «John Carter» nicht annähernd die Produktionskosten einspielen werde. In dem Streifen geht es um einen Soldaten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg, den es auf den Mars verschlägt. Kurz darauf war Studioboss Rich Ross zurückgetreten.

Mitteilung von Walt Disney

news.de/dpa

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