Unternehmen Reinhold Würth baut Kongress- und Museumshalle

Reinhold Würth baut Kongress- und Museumshalle (Foto)
Reinhold Würth baut Kongress- und Museumshalle Bild: dpa

Künzelsau - Der Milliardär Reinhold Würth baut am Stammsitz seines Unternehmens in Künzelsau-Gaisbach (Baden-Württemberg) für 55 Millionen Euro eine Kongress- und Museumshalle.

Dort sollen unter anderem Werke von Picasso und Max Ernst ausgestellt werden.

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollen die Pläne bis Ende des Jahres vorliegen. Den Architektenwettstreit hatte das Büro des englischen Stararchitekten David Chipperfield gewonnen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen. Eröffnet werden soll die Halle zwei Jahre später im April 2015 - pünktlich zum 80. Geburtstag von «Schraubenkönig» und Kunstmäzen Würth.

Gedacht ist die Halle mit 5000 Quadratmetern Nutzfläche zunächst für Managementveranstaltungen, Kongresse, Symposien, Fachmessen und Sportveranstaltungen. In rund einem Viertel des Gebäudes sollen aber auch Highlights der Kunstsammlung Würth ausgestellt werden - wie Werke von Picasso oder Max Ernst, die heute nicht permanent zugänglich sind. Wechselausstellungen seien nicht geplant, das Konzept stehe aber noch nicht, hieß es bei Würth. Neben der Veranstaltungsarena soll ein Kammermusiksaal mit 440 Sitzplätzen entstehen. Hinzukommen außerdem 30 000 Quadratmeter Außenfläche für Open Air Veranstaltungen.

Auf weltweit 8400 Quadratmetern wird die Würth-Kunstsammlung aktuell präsentiert, mit der neuen Künzelsauer Halle kommen weitere 1200 Quadratmeter hinzu. Vor gut zwölf Jahren begann Würth an seinen Unternehmenssitzen sogenannte Kunstdependancen aufzubauen, um seine Sammlung zu zeigen. Zehn solcher Kleinmuseen gibt es bisher etwa in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Österreich oder Norwegen. Die Intention des Unternehmers: ein inspirierendes Neben- und Miteinander von Kunst und geschäftlichem Alltag. Würth setzte zuletzt mit seinem Montage- und Befestigungskonzern knapp zehn Milliarden Euro um.

Würths wichtigste und bekannteste Museen sind aber die Kunsthalle in Schwäbisch Hall, in der bis Mitte September mexikanische Kunst von Frida Kahlo und anderen ausgestellt ist, sowie die Johanniterkirche. Dort ist Platz für Würths Alte Meister samt Deutschlands vielleicht teuerstem Kunstwerk: der berühmten Holbein-Madonna, die der Kunstsammler für geschätzte 60 Millionen Euro gekauft hatte.

Würth Kunst

news.de/dpa

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