Musik Festspielsaison beginnt: Neben der Prominenz Mozart hören

Berlin - Auf einem Weinberg, in einem Kloster, im Freien oder klassisch im Konzertsaal: die diesjährigen Sommerfestspiele im In- und Ausland punkten mit unterschiedlichsten Spielstätten.

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Festspielsaison beginnt: Neben der Prominenz Mozart hören Bild: dpa

Und natürlich mit jeder Menge Prominenz.

Bei sommerlichen Temperaturen und unter freiem Himmel klassischer Musik lauschen - das ist bei zahlreichen Veranstaltungen der diesjährigen Festspielzeit wieder möglich. Den Auftakt macht Dresden, wo die Musikfestspiele schon Mitte Mai beginnen. Doch Veranstalter laden den ganzen Sommer über zu Konzerten ein: nach Schleswig-Holstein und Bayern, ins französische Aix-en-Provence und ins italienische Verona.

Bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth beispielsweise stehen im Jahr vor dem 200. Geburtstag von Richard Wagner eine Neuinszenierung des «Fliegenden Holländer», aber auch frühere Deutungen von «Tristan und Isolde», «Tannhäuser» und «Parsifal» auf dem Programm.

Außerdem gehört Wolfgang Amadeus Mozart zum festen Repertoire mehrerer Festspiele: Das Festival in Aix-en-Provence steht seit seiner Gründung im Jahr 1948 im Zeichen Mozarts und präsentiert in diesem Jahr mit «Figaros Hochzeit» und «Die Gärtnerin aus Liebe» gleich zwei Neuproduktionen. Selbst die auf Verdi und Puccini geeichte Arena di Verona eröffnet mit einer Inszenierung von «Don Giovanni». Daneben sind allerdings häufig auch kleinere Produktionen und unbekanntere Werke zu hören sowie Kammerkonzerte junger Elite-Talente.

Ähnlich vielfältig sind die Spielorte: Neben Konzertsälen finden Aufführungen unter freiem Himmel statt, in Aix-en-Provence zum Beispiel im Hof des ehemaligen Papstpalasts. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern punkten darüber hinaus mit Aufführungen in einer Dorfkirche oder einer Konzertscheune; bei den Dresdner Musikfestspielen geht es in die Semperoper, die Frauenkirche, aber auch den Schlosspark Pillnitz. Und das Rheingau-Musik-Festival feiert sein 25-jähriges Jubiläum unter anderem in der Basilika im stillen Kloster Eberbach sowie auf einem Weinberg.

Dabei ist der Promi-Faktor von Festival zu Festival verschieden groß. Kanzlerin Angela Merkel ist ein Fan der Bayreuther Festspiele - sie kommt jedes Jahr, nicht nur zur Premiere. Stammgäste sind aber auch Thomas Gottschalk oder Gloria Fürstin von Thurn und Taxis. Bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern stehen Stars wie die Pianistin Hélène Grimaud und die Sängerin Anne Sofie Otter auf der Bühne, in Verona wird Plácido Domingo am Dirigenten-Pult erwartet, und das Schleswig-Holstein Musik Festival hat den chinesischen Starpianisten Lang Lang angekündigt.

Das hat aber auch oft seinen Preis. Für Karten zu den Opernabenden der Salzburger Festspiele blättert man bis zu 370 Euro hin und in Bayreuth zahlt man für die teuerste Karte 280 Euro - wobei Schwarzmarktpreise um ein Vielfaches höher sein können. Das gut betuchte Münchner Opernpublikum ließ sich aber auch von noch höheren Preisen nicht abschrecken: Das Gesamtpaket für die vier «Ring»-Aufführungen kostete auf den teuersten Plätzen bis zu 630 Euro. Das muss aber nicht sein. Viele andere Festspiel-Karten kosten deutlich weniger, teilweise nur um die 10 bis 20 Euro.

news.de/dpa

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