Fernsehen Mord ist mein Geschäft, Liebling

Mord ist mein Geschäft, Liebling (Foto)
Mord ist mein Geschäft, Liebling Bild: dpa

Berlin - Klare Worte, klare Zielsetzung: «Mord ist mein Geschäft, Liebling» heißt die Mafia-Komödie von Regisseur Sebastian Niemann, die 2009 etwas mehr als 400 000 Besucher in die Kinos lockte.

Ein Profikiller («Mord») entschließt sich unter turbulenten Verwicklungen das Fach zu wechseln («Geschäft»), um das Herz seiner Angebeteten zu gewinnen («Liebling»). Sat.1 zeigt die Klamotte an diesem Dienstag (1.5.) um 20.15 Uhr als Erstausstrahlung im Free-TV.

Niemann hat auf bewährtes Personal gesetzt: Rick Kavanian, alter Weggefährte von Bully Herbig, mimt den charmanten Killer. Nora Tschirner gibt die ebenso schusselige wie entzückende Julia Steffens, Angestellte eines Berliner Verlages. Christian Tramitz, auch bekannt aus Bully-Herbig-Kassenschlagern wie «(T)Raumschiff Surprise», darf ebenfalls zur Knarre greifen. Dazu kommen Darsteller wie Günther Kaufmann und Janek Rieke sowie als internationales Schwergewicht Bud Spencer.

Toni Ricardelli (Kavanian) hat es nicht leicht. Zwar mag er seinen Job («Gute Bezahlung, flexible Arbeitszeiten») - aber bei den Frauen kommt die Offenbarung «Auftragskiller» nicht ganz so gut an. Dann aber trifft er auf Julia, die ihn fälschlicherweise für einen Ex- Mafioso hält, der seine Memoiren veröffentlichen will. Toni verliebt sich. Kompliziert wird es, weil das geplante Buch einem anderen Mafia-Boss missfällt. Der schickt eine ganze Horde Killer los. Eine wilde Hatz beginnt, bei der aus allem gefeuert wird, was schießt.

Niemann und Drehbuchautor Dirk Ahner reihen Gag an Gag. Screwball- Komödie heißt das in bestem Denglish. Nicht jeder Witz ist wirklich originell, etwa wenn Toni beim Hotelservice gleich die Magnum-Flasche Schampus ordert: «Mein Arzt hat gesagt, ich soll viel trinken.» Auch die Szene, als Julia beim Romantik-Dinner in Italien versehentlich die Speisekarte an der Kerze entflammt, ist nicht die allerneueste Idee. Aber grinsen muss man doch, wenn Julia alias Tschirner stammelt: «Ich liebe Italien. Das ist alles so ... italienisch hier.»

Nicht nur mit Witzeleien, auch mit Slapstick-Einlagen werden die Zuschauer überhäuft: Julia tappt in eine Werkzeugkiste und beim hilflosen Versuch, sie abzuschütteln, lässt sie die Empfangsdame im Verlag K.o. gehen. Mit die größten Lacher erntet Tramitz als bayerischer Killer Helmut Münchinger. Dessen Handy in der Hosentasche scheppert immer zu Unzeiten den Werbesong: «Des Erdinger Weißbier, des is' halt a Pracht, fallera». Dann ist immer «Schatzl» dran, um die Pläne für den Abend zu besprechen.

Am Ende - man ahnt es - wird natürlich alles gut. Die Killer-Horde ist zu dumm für ihren Auftrag. Eine Beleidigung des «Schatzl» kostet den Mafiaboss (Kaufmann) das Leben. Julia und Toni heiraten. Und damit das Publikum selbst beim Abspann noch was zu lachen hat, sind die besten Pannen bei den Dreharbeiten reingeschnitten worden.

Webseite zum Kinostart

news.de/dpa

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