Film Festival zeigt Arabischen Frühling im Leinwandformat

Tübingen - Es geht um die bewegendsten Momente auf dem Tahrir-Platz und um die Frage, was die Jugend nach dem Arabischen Frühling empfindet: Das Arabische Filmfestival in Tübingen blickt vom 2.

Festival zeigt Arabischen Frühling im Leinwandformat (Foto)
Festival zeigt Arabischen Frühling im Leinwandformat Bild: dpa

Mai an mit 59 Filmen auf die Situation in Ägypten, Algerien, Syrien oder im Libanon.

«Das ganze Programm ist der Jugendgeneration in den arabischen Ländern gewidmet», sagt Festivalleiter Adwan Taleb. «Diese Sucht nach Freiheit, und dass sie die Hoffnung haben und die Hoffnung nicht aufgeben - das ist es, was uns bewegt bei diesem Festival.»

Viele Filmemacher hätten den Arabischen Frühling enorm schnell in Dokumentarfilmen, aber auch schon in Spielfilmen verarbeitet, sagt Taleb. Auch mit Hilfe kurzer Handy-Videos, die bei YouTube eingestellt wurden, seien eindrückliche Filme entstanden. «Wir zeigen Dokumentarfilme über die Aktivisten am Tahrir-Platz in Kairo, aber auch Innenansichten aus der jemenitische Revolution.» 40 Filme werden bis zum 9. Mai im Hauptprogramm gezeigt, hinzu kommen 19 Kurz- und Animationsfilme beim Kinder- und Jugendfilmtag am Sonntag (6. Mai).

«Aber wir wollen diese Filme nicht einfach nur zeigen. Wir wollen vor allem, dass beim Publikum in Tübingen eine Diskussion aufkommt», sagt Taleb. An den ersten beiden Tagen wird deshalb der Tahrir-Platz-Aktivist Ziad al Elaimy, der heute als Abgeordneter im Parlament sitzt, zu Gast sein.

Beinahe wäre das Festival in diesem Jahr aus Geldmangel ausgefallen. Aber wegen der Revolutionen sei das Interesse an arabischen Filmen auch bei den Sponsoren wieder gestiegen.

Für den Eröffnungsabend haben Taleb und sein Team den Film «Death for Sale» des marokkanischen Filmemachers Faouzi Bensaidi ausgewählt. Der Film zeige, wie junge Menschen in Marokko in einem Leben ohne Perspektive gefangen seien. «Ein Generationenporträt mit majestätischen Panoramabildern», schwärmt der Festivalleiter. Das arabische Filmfestival war 2005 von Tübinger Studenten ins Leben gerufen worden.

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news.de/dpa

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