Kunst Luc Tuymans kuratiert Meisterwerke-Schau in Dresden

Luc Tuymans kuratiert Meisterwerke-Schau in Dresden (Foto)
Luc Tuymans kuratiert Meisterwerke-Schau in Dresden Bild: dpa

Dresden - Der belgische Künstler Luc Tuymans (53) bereitet als Mitkurator für 2013 eine Ausstellung in Dresden vor. Mit der Galerie Neue Meister erarbeitet er das Konzept für die Sonderausstellung «Constable, Delacroix, Friedrich, Goya - Die Erschütterung der Sinne» im Albertinum.

Dabei sollen Meister der europäischen Kunst um 1800 in Dialog gebracht werden mit moderner und von ihren Werken inspirierter Kunst, sagte er am Montag in Dresden. Vom 16. März bis 14. Juli 2013 werden 55 bis 62 Meisterwerke von 16 Künstlern des frühen 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart gezeigt.

Die vier im Titel genannten Künstler prägten die Kunst der Moderne und gestalteten die Epoche der Romantik in Europa wesentlich mit, sagte Galeriedirektor Ulrich Bischoff. Ihre Meisterwerke dienten bis in die Gegenwart als Quelle der Inspiration und Anschauung für nachfolgende Künstlergenerationen. «Kunstgeschichte wird interessant, wenn sie von bildenden Künstlern als Materie angesehen wird, aus der neue Dinge entstehen.» So werden Per Kirkeby, Jeff Wall, Gerhard Richter, David Claerbout und Tuymans neue Werke für die Ausstellung schaffen.

Gemälde von Paul Cézanne, Adolph Menzel, Max Ernst, Édouard Manet oder Mark Rothko werden in Beziehung zu Meisterwerken der Romantik um Caspar David Friedrich gesetzt. Leihgaben kommen unter anderem aus dem Prado in Madrid, dem Louvre in Paris, dem Kunstmuseum Basel sowie Privatsammlungen.

Tuymans ist einer der bedeutendsten und gefragtesten Maler der Gegenwart und gilt als ein Meister des Gewöhnlichen. Hinter seinen Stillleben oder Porträts stecken aber Anspielungen auf brisante historische Ereignisse - vom Zweiten Weltkrieg über den Kolonialismus bis zum Terrorismus. Tuymans Bilder hängen in den angesehensten Museen wie dem New Yorker Museum of Modern Art, der Londoner Tate Modern oder der Münchner Pinakothek der Moderne.

news.de/dpa

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